Vom Trachtenfest in Zürich an die Olympischen Spiele
Die Schweizer Curler treten in Cortina in speziellen Shirts und Jacken an. Ein schottischer Eismeister geht viral, die Olympia-Kondome sind auch Italien ein Renner. Das sind die Splitter vom Samstag.
Chefdesigner Benoît Schwarz-van Berkel
Die Schweizer Curler überzeugen in Cortina bisher nicht nur mit starken Leistungen, sie fallen auch mit ihren Shirts und Jacken auf. Das Motiv wurde zum dritten Mal nach 2014 und 2018 wesentlich von Benoît Schwarz-van Berkel mitentwickelt. Es sollte «schweizerisch und traditionell, aber gleichzeitig modern und sportlich» sein, wie der Mann für die entscheidenden vierten Steine im Schweizer Team erklärt. «Allerdings war es gar nicht so einfach, etwas Schweizerisches zu machen, das nicht kitschig wirkt.» Inspirieren liess er sich schliesslich vom Trachtenfest in Zürich und dem Edelweiss-Motiv. «Die Edelweissblüte ist ein Zeichen, das für die ganze Schweiz steht», so Schwarz-van Berkel.
Valentinstag im Olympischen Dorf
Gratis-Kondome gehören zu Olympischen Spielen wie Medaillen und Maskottchen. Auch in Cortina sind die Präservative mit Olympia-Logo längst vergriffen – und das, obwohl mehrere Tausend Stück verteilt worden sein sollen. Ob sie alle ihrem eigentlichen Zweck dienten, bleibt offen. IOC-Sprecher Mark Adams nimmt es mit Humor: «Das Klischee ist, dass der Valentinstag im Olympischen Dorf im vollen Gange ist.» Und mit Blick auf das olympische Motto ergänzt er: «Schneller, höher, weiter – gemeinsam. 10’000 wurden benutzt, 2800 Athleten – man kann es sich ausrechnen.» Eine Kondom-Story gebe es schliesslich bei jeder Ausgabe der Spiele. Seit 1988 werden sie verteilt, in Paris waren es 300’000.
Moonwalk auf dem Curling-Eis
Wenn Mark Callan rückwärts über das Eis tänzelt, fühlt man sich kurz in ein Michael-Jackson-Video versetzt. Der schottische Eismeister sorgt in Cortina nicht nur für perfekte Bedingungen bei den Curling-Wettbewerben, sondern auch für einen viralen Hit. Sein «Moonwalk» beim Versprühen von Wasser begeistert Fans und soziale Medien gleichermassen. «Dass das viral ging, war schon eine kleine Überraschung», sagt Callan. Hinter den amüsanten Bewegungen steckt allerdings Präzisionsarbeit: Bis zu 17 Stunden täglich überwachen er und sein Team Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die feinen Wassertropfen verleihen dem Eis die nötige «Gänsehaut», damit die Steine optimal gleiten.
