Alpen auf dem Eis und worauf Ruth Metzler-Arnold verzichten muss
Wie eine Schweizerin die Alpen aufs Eis bringt und worauf Ruth Metzler-Arnold im Gegensatz zu Snoop Dogg verzichten muss. Das sind die Olympia-Splitter vom Mittwoch.
Mailand trifft Berge
Die Schweizer Eishockey-Nationaltorhüterin Andrea Brändli bringt mit ihrer speziell angefertigten Ausrüstung die Alpen direkt aufs Eis. Auf ihren in Rot-Weiss gehaltenen Beinschonern, dem Fanghandschuh und der Deckhand prangen Berge und Wälder – inspiriert von Brändlis Heimat Schweiz und ihrer Wahlheimat Schweden, wo sie seit 2023 spielt. Vorlage dafür war das Design ihrer Maske. Ihr Helm von den Spielen 2022 in Peking hängt übrigens schon im Olympischen Museum in Lausanne. Ein weiteres Ausstellungsstück also? «Dafür müssen wir zuerst eine Medaille gewinnen», sagt sie schmunzelnd vor dem Spiel um Platz 3 am Donnerstag gegen Schweden.
Keine VIP-Behandlung für Ruth Metzler
Was für ein Kontrast! Für den Besuch von US-Rapper und Super-Blogger Snoop Dogg wurde zwischenzeitlich alles abgesperrt, damit der Amerikaner mit seiner Entourage für die Frauen-Abfahrt oberhalb von Cortina hereinstolzieren konnte. Keine VIP-Behandlung erhält an gleicher Stelle Ruth Metzler-Arnold, als Präsidentin von Swiss Olympic immerhin höchste Sportlerin der Schweiz. Und sie brauche auch keine, wie sie versichert. Gemeinsam mit den Medienvertretern warten sie und ihre Mitarbeiterin in ihren auffallenden rot-weissen Teamjacken auf ein Shuttle, das dann auf der schmalen Strasse zur Slalompiste ein wenig im Stau stecken bleibt. Einen Sitzplatz haben die beiden keinen, sie müssen stehen – und das letzte Stück zum Zelt der olympischen Familie zu Fuss zurücklegen. Damit bekommt die alt-Bundesrätin auch einen guten Einblick in die Herausforderungen eines Grossanlasses in den winterlichen Bergen. Metzler-Arnold weibelt ja auch kräftig für Olympische Spiele 2038 in der Schweiz.
