Haarsträubende Aktion in Livigno, Frühschoppen in Kanada
Die Schweizer Ski-Freestyler lassen es auch neben der Schanze krachen, in Kanada bekommen Eishockeyfans zu früher Stunde Hochprozentiges. Das sind die Olympia-Splitter vom Samstag.
Neue Frisuren für die Akrobaten
Es sind wilde Stunden, die hinter dem Schweizer Aerials-Team liegen. Am Freitagnachmittag sicherte sich Noé Roth Silber, Pirmin Werner ging als Bester der Qualifikation leer aus. Dass die beiden dennoch gemeinsam feierten zeigt sich am Morgen danach. Werner teilte auf Instagram ein Bild, welches das Aerials-Team mit schlecht rasierten Frisuren zeigte. Am Samstag, nachdem Werner und Roth mit Lina Kozomara Silber im Team gewonnen hatten, erklärte Werner: «Unser Kondi-Coach hat seinen Bart rasiert und sagte mir ‚Du bist der Nächste‘, dann bin ich halt hingesessen.» Roth ergänzte: «Wir sind etwa acht, die eine neue Frisur tragen.» Kozomara fügte hinzu: «Ich habe gestern ein Spiel verloren, mir werden die Haare also auch noch geschnitten.»
Frühschoppen für das Team Kanada
In Kanada führt der olympische Eishockey-Final am Sonntag zu teilweise kuriosen Lockerungen der Alkoholgesetze. In der Provinz Ontario dürfen Bars und Restaurants, anders als sonst, bereits von 6.00 Uhr morgens an Alkohol ausschenken. Wenn das Spiel gegen den Erzrivalen USA am Sonntag in Mailand angepfiffen wird, ist es in Ontario 8.10 Uhr am Morgen. «Lasst uns alle zusammenkommen, lokale Unternehmen unterstützen und das Team Kanada anfeuern!», forderte Ontarios Premierminister Doug Ford die Bevölkerung auf. Auch in der Provinz Manitoba dürfen laut CBS bestimmte Lokale bereits am Morgen Alkohol ausschenken – unter bestimmten Bedingungen: Die Fernsehgeräte müssen eingeschaltet sein und das Olympiaprogramm laufen. Auch in den westlicheren Provinzen Alberta und Saskatchewan können Bars demnach Ausnahmegenehmigungen erhalten.
Anfeindungen nach Pinkel-Protest
Der britisch-amerikanische Freestyler Gus Kenworthy hat nach seinem Pinkel-Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde (ICE) über massive Angriffe gegen sich im Internet berichtet. «Es war hart. Niemand möchte über sich schlechte Dinge lesen, Dinge, die Beleidigungen und brutal und beängstigend und homophob sind», sagte der 34-Jährige bei BBC Sport. Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien auf Instagram ein Bild gepostet, auf dem «Fuck ICE» zu sehen ist – nach seinen Angaben hat er den Schriftzug in den Schnee gepinkelt. Beim Halfpipe-Wettbewerb am Freitagabend erreichte der Silbermedaillengewinner von 2014, der als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert war, den 6. Platz.
