GC beendet in Unterzahl die Negativserie
Nach acht Spielen ohne Sieg gelingt den Grasshoppers der unerwartete Befreiungsschlag. Die Zürcher gewinnen daheim in Unterzahl gegen den FC Lugano 1:0.
Das einzige Tor bringt perfekt zum Ausdruck, was die Grasshoppers am Sonntagnachmittag gegen Lugano auszeichnete. Torschütze Luke Plange und Michael Frey arbeiteten den Ball in der 12. Minute unter Einsatz des ganzen Körpers regelrecht ins gegnerische Netz. Es war der Lohn für eine engagierte Startphase, die aber offensive keine Fortsetzung fand, weil GC bald nur noch zu zehnt auf dem Feld stand.
Eine ungeschickte Abwehraktion von Abdoulaye Diaby nutzte der 34-jährige Routinier Renato Steffen. Der Zürcher Verteidiger sah Rot, und GC begann seine Abwehrschlacht, die aber weitaus weniger brutal verlief, als es die Gastgeber selber vermutet hätten. Lugano war über die meiste Zeit zu wenig zwingend. GC-Goalie Justin Hammel hatte seine beste Aktion zehn Minuten nach der Pause, als er einen Schuss von Antonios Papadopoulos parierte.
Den ersten Sieg von GC seit Mitte Dezember bezeichnete Michael Frey gegenüber «blue» als «unheimlich wichtig». «Wir haben es gut gemacht, stark zusammengehalten. Wir haben den Sieg nicht gestohlen», analysierte der Stürmer. In der Tabelle sind die Grasshoppers nun näher am drittletzten Servette (5 Punkte Rückstand) als am Schlusslicht Winterthur (10 Punkte Vorsprung).
Telegramm:
Grasshoppers – Lugano 1:0 (1:0)
4543 Zuschauer. – SR Drmic. – Tor: 12. Plange (Frey) 1:0.
Grasshoppers: Hammel; Ngom, Diaby, Mikulic, Stroscio; Abels (89. Diarrassouba), Köhler; Plange (46. Abrashi), Meyer, Jensen (30. Hassane); Frey (70. Lee Young-Jun).
Lugano: Saipi; Zanotti (80. Pihlström), Kelvin (46. Koutsias), Papadopoulos; Cimignani (46. Mai), Bislimi, Grgic (70. Bottani), Carbone (46. Alioski); Steffen, Daniel Dos Santos; Behrens.
Bemerkungen: 19. Rote Karte gegen Diaby (Notbremse). Verwarnungen: 67. Mai, 89. Stroscio.
