«Nach dem Sturz glaubte ich nicht mehr an den Sieg»
Sport
21. März 2026

«Nach dem Sturz glaubte ich nicht mehr an den Sieg»

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Der Slowene Tadej Pogacar, der Über-Radfahrer der Gegenwart, gewinnt erstmals in seiner Karriere den Klassiker Mailand-Sanremo. Pogacar setzte sich im Finish von der Spitze aus gegen den formstarken Briten Tom Pidcock durch.

Pogacar siegte, obwohl er 40 Minuten vor der Zieleinfahrt stürzte. Was folgte, war eine eine beeindruckende Leistungsdemonstration des Weltmeisters.

32 Kilometer vor dem Ziel stürzte Pogacar, ebenso wie Wout van Aert (der Dritter wurde), Binian Girmay und zwei weiteren Pedaleuren. 35 Sekunden Rückstand handelte sich Pogacar ein, nebst Schürfwunden am Oberschenkel und am Becken. «Nach diesem Sturz glaubte ich nicht mehr an den Sieg», sagte Pogacar im Ziel.

Seine Reaktion auf den Sturz fiel indessen unglaublich heftig aus. Sechs Minuten nach dem Sturz schloss Pogacar wieder zum Hauptfeld auf. Weitere zwei Minuten später hatte er sich durch dieses Feld wieder an die Spitze gearbeitet. Und weitere knapp fünf Minuten später lancierte er die vorentscheidende Attacke.

Am Poggio di Sanremo, wo schon so oft die Entscheidung im Rennen fiel, versuchte Pogacar die letzten Konkurrenten abzuschütteln. Mit 40 km/h spurtete Pogacar den bis zu 6 Prozent steilen Poggio hinauf. Der Brite Tom Pidcock liess sich aber nicht abschütteln. Pidcock befand sich auf der Zielgeraden sogar in der optimalen Position – im Windschatten hinter Pogacar auf Platz 2. Von der Spitze aus sprintete Pogacar indessen zum Sieg.

Im Ziel konnte Pogacar den Sieg noch kaum fassen. «Aber natürlich bin ich mehr als glücklich, dass ich hier endlich auch gewinnen konnte.» Der Sieg bei Mailand-Sanremo fehlte Pogacar bislang noch im Palmarès. Als letztes Radsport-Monument, das Pogacar noch nie gewann, verbleibt nun nur noch der Klassiker Paris-Roubaix.

Von den Schweizern mischte in der Schlussphase des Rennens nur noch Mauro Schmid mit. Schmid fuhr im Verfolgerfeld an der Spitze mit. Den zweitletzten Anstieg querte er als Fünfter. Das Verfolgerfeld schaffte es aber nicht mehr ganz ans Spitzentrio mit Pogacar, Pidcock und Mathieu van der Poel (der im letzten Aufstieg zum Poggio di Sanremo zurückfiel) heran. Vor dem Aufstieg zum Poggio di Sanremo betrug der Rückstand der Verfolger um Schmid bloss noch sieben Sekunden. Das Ziel erreichte Schmid als 31. mit nur vier Sekunden Rückstand auf Pogacar.