Holdener bei 110. Weltcupsieg von Shiffrin auf dem Podest
Sport
24. März 2026

Holdener bei 110. Weltcupsieg von Shiffrin auf dem Podest

Shiffrin spielte ihre Qualitäten auf dem nicht allzu steilen Hang voll aus und distanzierte die Konkurrenz um 1,32 Sekunden und mehr. Soweit nichts neues, schliesslich war es bereits ihr sechster Sieg in dieser Saison mit mehr als einer Sekunde Vorsprung.

Der 110. Triumph auf höchster Stufe war dennoch ein spezieller. Es war ihr neunter Slalom-Sieg in der zu Ende gegangenen Weltcup-Saison. Etwas, das weder ihr noch einer anderen Fahrerin zuvor gelungen war. Hinzu kommt der Olympiasieg in Cortina d’Ampezzo.

Nur Rast konnte Shiffrin bezwingen

«Es war eine spektakuläre Saison», sagte Shiffrin nach dem Rennen gegenüber SRF und reichte die Lorbeeren weiter an ihr Team, in dem alle jeden Tag hart für den Erfolg arbeiten würden. Zum bereits neunten Mal stemmte sie die kleine Kristallkugel in die Höhe, die sie logischerweise bereits vorzeitig gesichert hatte.

Camille Rast verhinderte mit ihrem Sieg in Kranjska Gora die perfekte Slalom-Saison von Shiffrin. Auf dem flachen Gelände in Hafjell kam die Weltmeisterin aus dem Wallis, die mit körperlichen Problemen kämpft, jedoch nicht auf Touren. Sie klassierte sich unmittelbar hinter Teamkollegin Mélanie Meillard im 13. Rang.

Happy End für Holdener

Wendy Holdener war beim Saisonfinale in der Umgebung von Lillehammer «best of the rest». Die Schwyzerin lag bereits bei Halbzeit auf Platz 2 und verteidigte ihre Position im zweiten Lauf souverän. Sie stieg im zweiten Slalom in Folge auf das Podest und zum dritten Mal in dieser Saison. «Eine Saison so beenden zu dürfen ist cool», so die 32-Jährige, die eine Medaille an den Olympischen Spielen und damit ihr grosses Saisonziel als Vierte knapp verpasst hatte. In der Folge habe sie grosse Schwankungen im Gefühlsbereich gehabt, «es war ein Chaos in mir drin».

Mit einem Kurztrip nach Hongkong gönnte sich Holdener eine kurze Verschnaufpause, ehe es in der Heimat wieder zurück auf die Ski ging. «Ich habe wieder ein gutes Gefühl bekommen und konnte dieses in den Weltcup mitnehmen. Ich habe die Freude wiedergefunden.» Die Disziplinenwertung schloss sie hinter Shiffrin und Camille Rast auf dem 3. Platz ab.

Die minimale Chance von Aicher

Beim letzten Slalom der Saison blieb sie knapp vor Emma Aicher. Die junge Deutsche vertagte damit die Entscheidung um die grosse Kristallkugel. Vor dem abschliessenden Riesenslalom am Mittwoch hat sie einen Rückstand von 85 Punkten auf Shiffrin. Aicher muss das Rennen – notabene in ihrer schwächsten Disziplin – gewinnen und gleichzeitig auf einen «Nuller» von Shiffrin hoffen. Letztere sagte, angesprochen auf den Ausgang bei den Männern: «Es kann alles passieren. Man muss bis zur letzten Ziellinie der Saison alles geben.»