Yakin möchte gegen Deutschland fast alle Spieler spielen sehen
Für Yakin geht ein Wunsch in Erfüllung, wie er an der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Deutschland sagt: «Endlich können bei einem Vorbereitungsspiel fast alle auch auf dem Platz stehen.» Dank einer Anpassung des International Football Association Board (IFAB) können in Testspielen nun acht Wechsel vorgenommen werden, wobei die Zahl in Absprache der beiden Teams auf elf erhöht werden kann.
Dies haben die Schweiz und Deutschland so beschlossen. Das Testspiel dürfte seinem Namen also alle Ehre machen – ein regelrechtes Wechselfestival ist zu erwarten. «Ich will jedem eine Chance geben, sich zu zeigen», sagt Yakin. Gleichzeitig brauche es bei so vielen Auswechslungen eine gute Organisation und Planung, «damit wir nicht zu viel vom Spielrhythmus verlieren».
Zu Beginn, so legt sich der Trainer fest, würden «die Besten» spielen. «Diejenigen, die in der Qualifikation dabei waren und es sich verdient haben.» Damit wird die Mannschaft zumindest zu Beginn im bekannten 4-2-3-1 auflaufen. Dasselbe System ist auch bei Deutschland zu erwarten.
Ob es bereits zur Pause zu einer neuen Formation kommen wird, lässt Yakin offen. Es deutet jedoch einiges darauf hin. So verrät der Trainer, dass er sich mit Denis Zakaria abgesprochen habe und ihn gerne einmal in der Innenverteidigung einsetzen wolle. Bei Monaco spielte der langjährige Mittelfeldspieler zuletzt vermehrt als Teil einer Dreierkette in der Abwehr.
Trotz des sich abzeichnenden Wechselfestivals messen sowohl der Trainer als auch Captain Granit Xhaka dem Spiel gegen den «grossen Nachbarn» eine hohe Bedeutung bei. «Es ist immer speziell, gegen Deutschland zu spielen. Wir sind glücklich, dass wir uns mit einer Top-Mannschaft messen können», sagt Yakin.
Und Xhaka ergänzt: «Viele Teamkollegen und auch ich persönlich durften in unserer Karriere stark von der Intensität in der Bundesliga profitieren.» Er selbst hat mit dem Nationalteam bereits viermal gegen Deutschland gespielt – und noch nie verloren. Dies möchte Xhaka beibehalten. Gleichzeitig betont er: «Favorit sind wir definitiv nicht. Aber es ist im Hinblick auf die WM eine gute Möglichkeit, herausfinden wo wir stehen.»
Die möglichen Aufstellungen
Schweiz – Deutschland
Freitag, 20.45 Uhr. – Basel. – SR Kavanagh (ENG).
Schweiz: Kobel; Widmer, Elvedi, Akanji, Rodriguez; Xhaka, Freuler; Vargas, Rieder, Ndoye; Embolo.
Deutschland: Baumann; Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum; Goretzka, Stiller; Havertz, Gnabry, Wirtz; Woltemade.
