Journalisten von Hisbollah-nahen Sendern bei Angriff Israels getötet
Politik
28. März 2026

Journalisten von Hisbollah-nahen Sendern bei Angriff Israels getötet

Das israelische Militär gab an, einen «gezielten» Angriff auf Schuaib verübt zu haben. Die Armee warf ihm vor, Mitglied der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan gewesen zu sein. Er habe sich als «Journalist getarnt», hiess es. In dem Zuge habe er über Standorte von israelischen Truppen berichtet, die im Süden des Libanons im Einsatz waren. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Fatuni äusserte sich das Militär zunächst nicht.

Der libanesische Informationsminister Paul Morcos verurteilte den Angriff scharf. Seinen Angaben zufolge ist dabei auch der Kameramann und Bruder Fatunis, Mohammed Fatuni, getötet worden. «Wir verurteilen auf das Schärfste Israels wiederholte und vorsätzliche Angriffe auf Journalisten», betonte Morcos.

Auch im Gaza-Krieg hat das israelische Militär mehrfach Journalisten getötet. Das Journalistenschutzkomitee CPJ wirft dem israelischen Militär unter anderem vor, eine «langwährende, dokumentierte Praxis, Journalisten als Terroristen zu beschuldigen, ohne glaubhafte Beweise vorzulegen» zu verfolgen.