Leo XIV. fordert mehr Gerechtigkeit bei Besuch in Monaco
«Hier zu leben stellt für einige ein Privileg dar und für alle eine besondere Aufforderung, sich nach dem eigenen Platz in der Welt zu fragen», sagte der Papst. «Das Geschenk der Kleinheit und ein lebendiges geistliches Erbe verpflichten Ihren Wohlstand zum Dienst an Recht und Gerechtigkeit, besonders in einem Moment der Geschichte, in dem die Zurschaustellung von Macht und die Logik des Machtmissbrauchs der Welt Schaden zufügen und den Frieden gefährden», sagte Leo XIV. in Anspielung auf die aktuellen globalen Krisen.
Der Tagesausflug in den Kleinstaat zwischen Italien und Frankreich am Mittelmeer ist die zweite Auslandsreise des seit Mai vergangenen Jahres amtierenden Oberhauptes der katholischen Kirche. Auf dem Programm stehen dort etwa ein Treffen mit Fürst Albert II. sowie eine Messe im Fussballstadion Louis II., der Heimspielstätte des AS Monaco. Gegen 17.45 Uhr fliegt Leo per Hubschrauber zurück in den Vatikan.
Der Katholizismus ist in Monaco als Staatsreligion in der Verfassung verankert. Mehr als 80 Prozent der etwa 38.000 Einwohner des Kleinstaates sind nach Angaben des Vatikans katholisch.
