Nationaltrainer Schmid neu auch Klubtrainer in Kriens
Damit soll der frühere Schweizer Internationale Schmid seine Tätigkeit auf Klubebene gezielt ausbauen und mehr Erfahrung im täglichen Trainings- und Wettkampfbetrieb sammeln können, wie der Schweizerische Handball-Verband mitteilt.
Das Doppelmandat bringt jedoch auch Brisanz mit sich. Die parallele Verantwortung für Nationalteam und einen führenden nationalen Klub birgt potenzielle Interessenkonflikte und stellt Anforderungen an Organisation und Transparenz. Der Verband trägt dem Rechnung, indem er Regeln definiert und diese allen Vereinen kommuniziert. Ziel sei es, Wettbewerbsverzerrungen auszuschliessen und gleiche Bedingungen zu gewährleisten, wie der SHV in einem Communiqué festhält.
Für den nationalen Verband steht der sportliche Mehrwert im Vordergrund. Die zusätzliche Praxis im Kluballtag soll Schmid als Trainer weiterentwickeln und sich direkt positiv auf das Nationalteam auswirken, insbesondere mit Blick auf die Heim-EM 2028. Da die Schweiz als Gastgeber bereits qualifiziert ist und mittelfristig weniger Pflichtspiele anstehen, gewinnt die kontinuierliche Arbeit auf Klubstufe zusätzlich an Bedeutung.
Schmid selbst gewichtet die Rollen klar: «Das Nationalteam und die Euro im eigenen Land haben für mich klare Priorität», lässt er sich zitieren. Gleichzeitig sehe er im Engagement bei Kriens-Luzern eine Chance, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln und neue Impulse in seine Arbeit als Nationaltrainer einzubringen.
Der 42-Jährige steht seit Frühling 2024 dem Männer-Nationalteam als Cheftrainer vor und hat dieses an die letzten WM- und EM-Runden geführt – zuletzt im Januar 2026, als zum ersten Mal seit 2004 wieder die EM-Hauptrunde erreicht wurde.
