Zahl der Auslandschweizerinnen und -schweizer steigt langsamer
Mit einem Zuwachs von 1,4 Prozent fiel das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (plus 1,6 Prozent) leicht geringer aus, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Als ein Grund dafür nannte das BFS eine Verbesserung bei der Meldung von Todesfällen in einigen Ländern. Von den im Ausland lebenden Schweizer Staatsangehörigen waren 21 Prozent jünger als 18 Jahre alt, mehr als die Hälfte zwischen 18 und 64 und 24 Prozent 65 oder älter.
Europa bleibt der beliebteste Kontinent
Die Zahl der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer nahm auf allen Kontinenten zu. Das grösste Wachstum verzeichnete Asien mit 3,0 Prozent, gefolgt von Europa mit 1,5 Prozent. In Nordamerika betrug der Zuwachs 1,1 Prozent, in Ozeanien 1,0 Prozent, in Afrika 0,6 Prozent und in Lateinamerika sowie der Karibik 0,3 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen neben Wanderungsbewegungen auch Geburten, Todesfälle und Einbürgerungen bei, schrieb das BFS.
Insgesamt 64 Prozent aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer lebten 2025 in Europa, was 538’600 Personen entsprach. Davon wohnten 392’200 Personen und damit 47 Prozent aller Auslandschweizer in einem direkten Nachbarland. Die grösste Gemeinschaft befand sich in Frankreich mit 212’400 Personen. Dahinter folgten Deutschland mit 102’100, Italien mit 53’100, Österreich mit 19’100 und Liechtenstein mit 5600 Personen.
Weitere grosse Gemeinschaften in Europa gab es im Vereinigten Königreich (41’400) und in Spanien (28’200). Die stärkste Zunahme verzeichneten Liechtenstein (+6,4 Prozent), Spanien (+3,1 Prozent) und Österreich (+2,1 Prozent).
Rund 300’000 Schweizer Staatsangehörige lebten ausserhalb Europas. Die grösste Gemeinschaft befand sich mit 85’900 Personen in den USA. An zweiter und dritter Stelle folgten Kanada mit 42’000 und Australien mit 27’000 Staatsangehörigen.
Grenzregionen besonders beliebt
Innerhalb der Nachbarländer konzentrierten sich die Schweizerinnen und Schweizer oft auf grenznahe Regionen. Die grösste einzelne Konzentration gab es mit 50’800 Personen im französischen Departement Haute-Savoie. Beliebt waren auch die Departemente Ain (18’100), Haut-Rhin (17’000) und Doubs (14’500) sowie die Hauptstadt Paris (11’800).
In Deutschland lebten 8000 Personen aus der Schweiz in Berlin. Gefragt waren auch die grenznahen Regionen Lörrach (5100), Waldshut (4300) und Konstanz (3000) sowie die Städte München (4400) und Hamburg (3100). In Italien war die Provinz Mailand mit 6800 Personen der Schwerpunkt.
