Regeln werden nach Kritik der Fahrer angepasst
Sport
20. April 2026

Regeln werden nach Kritik der Fahrer angepasst

Der Internationale Automobilverband FIA hat am Montag mehrere Regelanpassungen in der Formel 1 bekanntgegeben und damit zumindest vereinzelt auf Kritik am neuen Reglement der Rennserie reagiert. Die Mehrzahl der Anpassungen soll schon beim nächsten Grand Prix in Miami Anfang Mai greifen.

Unter anderem sollen die Fahrer künftig weniger stark während einer Runde gezwungen sein, auf das Laden der Batterie für den Elektro-Anteil des Motors zu achten. Dieses Energie-Management war von einer Reihe der Fahrer angeführt von Superstar Max Verstappen an den ersten drei Renn-Wochenenden hart kritisiert worden.

Zudem sollen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen bei Starts und während der Rennen eingeführt werden, um Auffahrunfälle zu verhindern. Zuletzt war es zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Fahrer mit einer voll geladenen Batterie und Zusatzschub mit hoher Geschwindigkeit an die Konkurrenz heranrasten, deren Elektro-Motor gerade über weniger Energie verfügte.

Seit Saisonbeginn fährt die Formel 1 mit einem neuen Motorenreglement. Durch den massiv erhöhten Elektro-Anteil rückt das Energiemanagement in den Fokus, weshalb die Fahrer seltener am absoluten Limit agieren können. So hatten etwa der vierfache Weltmeister Max Verstappen oder Titelverteidiger Lando Norris kritisiert, dass dieser Umstand der Rennserie ihren ursprünglichen Charakter raube.

In den vergangenen Wochen berieten Vertreter der Teams, Motorenhersteller, des Weltverbands FIA und der Rechteinhaber über Nachjustierungen, um dieser Kritik zu begegnen. Die ungeplante Rennpause durch die Absage der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien bot den nötigen Spielraum für diese Verhandlungen. Bevor die Anpassungen in Kraft treten können, ist jedoch noch die formelle Zustimmung des Motorsport-Weltrats erforderlich.