FBI-Chef Patel verklagt «The Atlantic»
In der Klageschrift weist Patel die Vorwürfe entschieden zurück. Wörtlich heisst es dort, «Patel trinkt weder in diesen Lokalen noch sonst irgendwo übermässig», und das sei auch nie Anlass zur Sorge innerhalb der Regierung gewesen. Zudem heisst es zu weiteren im Artikel geschilderten Vorfällen: «Keines dieser Ereignisse hat stattgefunden.»
Vorwürfe «zu fast 100 % falsch»
Patels Anwälte hatten «The Atlantic» nach eigenen Angaben bereits vor Veröffentlichung in einem Schreiben gewarnt. Darin bezeichneten sie die Vorwürfe als «kategorisch falsche und verleumderische Behauptungen». Ausserdem zitierten sie eine Antwort aus dem FBI-Pressebüro, wonach die Vorwürfe «zu fast 100 % falsch» seien. «The Atlantic» habe dem FBI weniger als zwei Stunden Zeit für eine Stellungnahme zu 19 Punkten gegeben und trotz ausdrücklicher Warnungen veröffentlicht.
Auch Patel selbst drohte schon vor Einreichung der Klage öffentlich mit rechtlichen Schritten. In einem Beitrag auf X schrieb er: «Wir sehen uns mit euch und eurem gesamten Gefolge an Falschberichterstattung vor Gericht». Weiter bezog er sich auf den in den USA für Verleumdungsklagen gegen öffentliche Personen besonders hohen rechtlichen Massstab. Danach müssen Kläger nachweisen, dass Medien wissentlich falsche Angaben gemacht oder die Wahrheit bewusst ignoriert haben. Dieser Standard sei inzwischen eine leicht zu nehmende Hürde.
«The Atlantic» wies die Vorwürfe zurück. Das Magazin erklärte nach Berichten mehrerer US-Medien: „Wir stehen zu unserer Berichterstattung über Kash Patel und werden «The Atlantic» und unsere Journalisten gegen diese unbegründete Klage mit aller Kraft verteidigen.“ Autorin Fitzpatrick sagte laut «Wall Street Journal», sie stehe zu jedem Wort ihres Berichts.
