Sandoz spürt im Q1 Gegenwind aus Penicillin-Geschäft
Wirtschaft
KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI   
29. April 2026

Sandoz spürt im Q1 Gegenwind aus Penicillin-Geschäft

Dabei setzte die ehemalige Novartis-Tochter vor allem im höhermargigen Biosimilar-Geschäft mehr um, während die Generika-Sparte erneut Verwerfungen im Penicillin-Geschäft zu spüren bekam. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen.

Die Einnahmen zwischen Januar und März beliefen sich auf 2,76 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht einem Plus von 11 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen – die auch Grundlage der Guidance sind – wären sie um 3 Prozent gestiegen.

Klammerte man die Auswirkungen der negativen Entwicklung mit den Antibiotika aus, hätte das Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen bei 5 Prozent und damit im Rahmen der Unternehmens-Prognose gelegen.

Verwerfungen im Penicillin-Geschäft halten an

Zur Erinnerung: Schon im vergangenen Jahr war das Geschäft durch erhebliche Preisunterbietungen asiatischer Lieferanten bei wichtigen Penicillin-Wirkstoffen beeinträchtigt worden. Grund dafür waren die US-Zölle, die chinesische Lieferanten dazu zwangen, ihre Penicillin-Mengen nach Europa umzuleiten, was das Angebot erheblich erhöhte und zu einem starken Preisverfall führte.

Gleichzeitig hat die Einführung von Mindestpreisvorschriften in Indien die Einfuhren aus China in diesen Markt eingeschränkt, was den Wettbewerbsdruck in Europa weiter verschärft und anhaltenden Druck auf die Preise ausübt. Laut Sandoz sollten sich die Auswirkungen dieser Entwicklung auf das erste Quartal konzentrieren und die verbleibenden Effekte ab jetzt nachlassen.

Mit Blick auf die beiden Sparten war das Geschäft der grösseren Generika-Sparte denn auch von diesem Effekt beeinträchtigt. Der Umsatz liegt mit 1,9 Milliarden US-Dollar zwar in der Berichtswährung um 5 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich aber ein Minus von 3 Prozent.

Die kleinere Biosimilar-Sparte steigerte die Einnahmen um 27 Prozent auf 853 Millionen US-Dollar (+18% kWk). Vor allem in den USA lief das Geschäft mit den biologischen Nachahmern besonders gut, heisst es in dem Communiqué. Entsprechend kletterten die US-Umsätze der Gruppe um 14 Prozent (+12% kWk) auf 591 Millionen.

Mit den vorgelegten Zahlen liegt Sandoz weitestgehend im Rahmen der Erwartungen der von AWP befragten Analysten. Allerdings lagen die Generika-Umsätze noch knapp unterhalb der Prognose-Spanne.

Ausblick bestätigt

Für das bereits angelaufene Geschäftsjahr bestätigt das Basler Unternehmen seine Prognose: So soll der Nettoumsatz im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen und die Kern-EBITDA-Marge soll 2026 um etwa 100 Basispunkte gesteigert werden.