Frei feiert ersten Weltcup-Sieg im Cross-Country
Frei kämpfte sich bei durch den starken Regen erschwerten Bedingungen durch den Schlamm. Nachdem sie zwischenzeitlich hinter die Schwedin Jenny Rissveds zurückgefallen war, schloss sie vor der letzten Runde gemeinsam mit der US-Amerikanerin Madigan Munro zur Spitzenfahrerin auf und zog anschliessend davon. Den Unterschied machte die Schweizerin nicht zuletzt zu Fuss: Für die steilen Aufstiege auf dem nassen Boden mussten die Fahrerinnen jeweils vom Bike absteigen.
Im Ziel hatte Frei einen Vorsprung von 26 Sekunden auf Rissveds, die sich noch knapp vor der 24-jährigen Munro Platz 2 sicherte. Mit Ronja Blöchlinger und Jolanda Neff auf den Plätzen 7 und 8 schafften es zwei weitere Schweizerinnen in die Top 10.
Frei war im Weltcup zuvor zweimal aufs Cross-Country-Podest gefahren. 2024 wurde die Zürcherin in Lake Placid Zweite und eine Woche später in Mont-Sainte-Anne Dritte. Nun holte sie auch den Sieg in dieser Disziplin und komplettierte damit ihr eindrückliches Palmarès. Ihr bisher erfolgreichstes Jahr erlebte Frei 2021, als sie in Tokio Olympia-Silber gewann und danach an der WM im italienischen Val di Sole, wo auch in diesem Jahr die WM stattfinden wird, Weltmeisterin im Short Track sowie Dritte im Cross-Country wurde.
Beim Auftakt in Südkorea fehlte mit Alessandra Keller die letztjährige Dritte des Gesamtweltcups und vermeintlich grösste Schweizer Hoffnung. Die 30-jährige Nidwaldnerin verzichtete nach ihrem Sieg beim Cape Epic in Südafrika auf die Teilnahme am Saisonauftakt. Sie will in drei Wochen in Nove Mesto in Tschechien einsteigen, der zweiten von insgesamt neun Weltcup-Stationen. Ebenfalls nicht am Start war die Neuseeländerin Samara Maxwell, die im letzten Jahr den Gesamtweltcup gewonnen hatte. Sie setzt die gesamte Saison aus.
