Cassis bei deutschem Aussenminister Wadephul in Berlin
Das 25-Jahr-Jubiläum der Wiedereröffnung der Schweizer Botschaft im Zentrum von Berlin hat Bundesrat Ignazio Cassis zum Anlass genommen für einen Besuch in der deutschen Hauptstadt. Dort traf er am Dienstag seinen Amtskollegen, Aussenminister Johann Wadephul.
Im Zentrum der Gespräche an der Spree stehen laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die bilateralen und grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland. Die Volkswirtschaften der beiden Länder sind stark verflochten. Sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten ist Deutschland für die Schweiz der wichtigste Handelspartner.
Auch der aktuelle Stand des Vertragspaketes zwischen der Schweiz und der EU sowie die Sicherheitslage in Europa und damit verbunden der aktuelle Schweizer Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sollen besprochen werden.
Cassis nimmt auch an der „Soirée Suisse“ in der Schweizer Botschaft teil. Dort will der EDA-Vorsteher mit der deutschen Ministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, zusammentreffen.
Die „Soirée Suisse“ ist eine traditionsreiche Veranstaltung, die von Schweizer Vertretungen weltweit einmal jährlich ausgerichtet wird, wie das EDA erklärte. Sie diene als Plattform für Diplomatie, Politik, Wirtschaft sowie Kultur und bringe Schweizer Vertreterinnen und Vertreter mit lokalen und internationalen Entscheidungsträgerinnen und -trägern zusammen.
Die diesjährige Ausgabe in Berlin stehe im Zeichen der besonderen Nachbarschaft zwischen der Schweiz und Deutschland, so das EDA. Die Schweizer Botschaft feiert dieses Jahr nämlich 25 Jahre der Wiedereröffnung am prominenten Standort, direkt neben Bundeskanzleramt und Reichstagsgebäude.
Nur wenige Meter entfernt stand bis November 1989 die berüchtigte Berliner Mauer mit ihren Wachtürmen und Selbstschussanlagen. Das Gebäude selbst ist seit 1919 im Besitz der Eidgenossenschaft.
