Schweizer Armee will an Nato-Übung digitale Verteidigung stärken
Die Schweizer Armee nimmt ab dem 10. Juni an einer Nato-Übung zur digitalen Verteidigung in Polen teil. Während drei Wochen testen die Fachleute die Vernetzung mit den Systemen von 40 anderen Nationen.
Bei der Übung geht es um die Weiterentwicklung technischer Standards und Verfahren „über die Bündnisgrenzen hinweg“, wie die Schweizer Armee am Dienstag mitteilte.
An der Übung im polnischen Bydgoszcz beteiligen sich Fachstellen des Kommandos Cyber und des Kommandos Operationen sowie Vertretungen von Armasuisse und weiteren Informatik- und Sicherheitsbereichen. Der Fokus liege auf dem Austausch von Informationen und sicheren Kommunikationslösungen.
Ein besonderes Augenmerk lege die Schweizer Armee dabei auf Operationen im Weltraum: Die Integration satellitengestützter Echtzeit-Lagebilder zeige, wie wichtig eine digitale und technische Vernetzung bei gemeinsamen militärischen Operationen sei, so die Armee.
Die Schweizer Armee nimmt regelmässig an Nato-Übungen teil, auch im Cyber-Bereich. Die gemeinsame Übung mit den Mitglieds- und Partnerstaaten der Nato sei wichtig für die Förderung der „multinationalen Interoperabilität“. Die Ergebnisse sollen in den kommenden Monaten ausgewertet werden und in laufende Digitalisierungs- und Vernetzungsprojekte der Armee einfliessen.
