Verstärkte Notfallorganisation in Genf wegen G7-Gipfel
Das Genfer Universitätsspital hat seine Notfallkapazitäten wegen des G7-Gipfels im französischen Évian ausgebaut. Es bereitet sich damit auf viele Verletzte vor. Am Freitag wurden vor dem Haupteingang des Spitals zusätzlich Zelte aufgebaut.
Die auf dem Vorplatz des Universitätsspitals gegenüber der Notaufnahme für Erwachsene aufgestellten Zelte dienen dazu, eine grosse Zahl von Betroffenen rasch versorgen zu können. Dies könnte insbesondere bei Personengruppen erforderlich werden, die Tränengas ausgesetzt waren, teilte das Genfer Universitätsspital (HUG) mit.
Zudem wurde die Zahl der planbaren, nicht dringlichen Operationen zwischen dem 11. und 18. Juni um 20 Prozent reduziert. Gleichzeitig schuf das HUG rund 40 zusätzliche Betten in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Geriatrie.
Auch personell werden die Notfallstrukturen verstärkt: Die Teams der Erwachsenen-, Kinder-, Geriatrie- und Augenheilkunde-Notaufnahmen erhalten zusätzliche Unterstützung. Bei Bedarf können Mitarbeitende aus Ferien oder Freizeitausgleich zurückgerufen werden.
Erleichterte Grenzübertritte für Spitalpersonal
Für das grenzüberschreitend tätige Pflege- und Ärzteteam kommt ein von den Behörden eingeführtes Passiersystem zum Einsatz, das die Grenzübertritte erleichtern soll. Insgesamt wurden 5300 entsprechende Ausweise an Grenzgängerinnen und Grenzgänger des Genfer Universitätsspitals ausgegeben.
Darüber hinaus stehen rund 100 kostenlose Parkplätze für Mitarbeitende bereit, die kurzfristig zur Verstärkung aufgeboten werden. Für Schlüsselpersonal, das für die Organisation und Bewältigung des Grossanlasses unverzichtbar ist, wurden zudem knapp 90 Hotelzimmer reserviert.
