Neues Barryland lockt Hundefans in Scharen an
Sie gelten als Schweizer Nationalhunde und begeistern Gross und Klein: Die Bernhardiner haben dem Barryland in Martigny VS einen Besucherrekord beschert. Seit der Wiedereröffnung vor einem Jahr kamen rund 135’000 Menschen in den Themenpark.
Der Erfolg des neuen Barrylands übertrifft die Erwartungen deutlich. Mit 135’000 Besucherinnen und Besuchern wurde das bisherige Jahresmittel von 70’000 bis 80’000 Gästen klar übertroffen, wie das Barryand am Donnerstag mitteilte. Selbst der bisherige Rekord von 83’000 Eintritten aus dem Jahr 2023 wurde deutlich hinter sich gelassen.
Am 28. Juli 2025 strömten mit 1475 Personen so viele Menschen wie noch nie an einem einzigen Tag in den Themenpark. Das Barryland sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einer positiven Bilanz. 85 Prozent der Gäste kamen aus der Schweiz. Hinzu kamen knapp 500 Gruppen sowie 127 Seminare – ebenfalls Höchstwerte.
Welpen sind die Stars
Besonders gross war das Interesse an den jüngsten Bewohnern des erweiterten Parks: Seit der Eröffnung konnten die Besucher bereits zwei Bernhardiner-Würfe erleben. Durchschnittlich werden im Barryland jährlich 20 Welpen mit Stammbaum geboren.
Möglich wurde der Besucherboom durch den 24 Millionen Franken teuren Erweiterungsbau. Nach neun Monaten Bauzeit eröffnete 2025 ein grosszügiger, moderner Erlebnispark anstelle des bisherigen Museums. Auf 2400 Quadratmetern Ausstellungsfläche und in einem 22’000 Quadratmeter grossen Park können Besucher die Bernhardiner hautnah erleben, sie in ihrer gewohnten Umgebung beobachten und den Tierpflegern bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauen.
Mehr als 90 Mitarbeitende kümmern sich heute um den Betrieb des Barrylands, darunter 21 Tierpflegerinnen und Tierpfleger, die rund um die Uhr für das Wohl der Hunde sorgen.
Vom athletischen Helfer zum Schwergewicht
Die Geschichte der Bernhardiner reicht weit zurück. Die Fondation Barry übernahm die Zuchtstätte 2005 von den Augustiner-Chorherren auf dem Grossen St. Bernhard, die dort seit dem 17. Jahrhundert die berühmten Hospizhunde hielten.
Berühmt wurde insbesondere Barry, der zwischen 1800 und 1812 lebte. Der Legende nach rettete er mehr als 40 Menschen das Leben und wurde damit zum bekanntesten Bernhardiner der Welt. Sein präparierter Körper ist heute im Naturhistorischen Museum Bern zu sehen.
Mit den heutigen Bernhardinern hatte Barry allerdings nur noch wenig gemeinsam. Der legendäre Hospizhund war mit geschätzten 40 bis 50 Kilogramm deutlich leichter, schlanker und athletischer als seine modernen Nachfahren. Diese bringen heute oft 70 bis über 90 Kilogramm auf die Waage.
Die Zeit der spektakulären Rettungseinsätze ist für den Bernhardiner zwar vorbei. Als gutmütiger Familienhund und Symbol der Schweizer Alpen begeistert er heute Menschen auf der ganzen Welt – insbesondere in Nordamerika und Europa.
