Jodlerfestumzug zieht bei brütender Hitze durch Basel
Das 32. Eidgenössische Jodlerfest in Basel schloss am Sonntag mit einem feierlichen Festumzug bei grosser Hitze ab. Die Organisatoren zogen am Sonntagnachmitteg eine positive Bilanz.
Annähernd 200’000 Besucherinnen und Besucher hätten mit den rund 12’000 Aktiven gemeinsam gefeiert, heisst es in der Medienmitteilung. Die Lokale für die rund 1‘200 Bewertungsvorträge im Jodeln, Fahnenschwingen und Alphornblasen seien bis auf den letzten Platz besetzt gewesen. Trotz Rekordtemperaturen von nahezu 40 Grad sei die Stimmung das ganze Wochenende hindurch „grossartig“ gewesen.
Der Start zum abschliessenden Festumzug erfolgte gegen 14 Uhr auf dem Münsterplatz. Von da an zogen dutzende Formationen hinunter und durch die Freie Strasse zur Schifflände, wo sie die Mittlere Brücke querten und in gerader Linie zum Kleinbasler Messeplatz marschierten, tanzten und rollten.
Die Temperaturen lagen gemäss Meteoschweiz bei über 35 Grad und Schatten gab es wenig. Zu Beginn der Umzugs hatte sich das Publikum zum Beispiel in der Freien Strasse nur auf einer Seite aufgestellt, wo die Sonne nicht hinbrannte, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete.
Auch auf der schattenfreien Mittleren Brücke hielten sich die Zuschauendenmassen in Grenzen, bis sich das Publikum ab der Rheingasse wieder verdichtete.
Bundesrätin Baume-Schneider am Festumzug
Angeführt wurde der Umzug von diversen Wagen, darunter von Eptinger, von wo aus Wasserflaschen und Hüte ans Publikum verteilt wurden. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) und die Regierungsräte von Basel-Stadt und Baselland liefen ebenfalls mit, so wie das Organisationskomitee, gefolgt von Formationen von Jodlern, Alphornbläserinnen und Fahnenschwingern.
Neben Juchzern und Alphornklängen prägten vor allem Trommeln und Piccolos von Fasnächtlerinnen und Fasnächtler sowie der Applaus des Publikums das Klangbild. Zusammen repräsentierten sie ihre Bräuche an diesem Fest, das dem Schweizer Brauchtum verschrieben ist. Auf das Mitführen von Tieren wurde wegen der Hitze verzichtet.
Jodlerfest ohne negativen Zwischenfälle
Aus Sicht der Rettungsorganisatioinen und der Kantonspolizei Basel-Stadt ist das Jodlerfest ohne Zwischenfälle verlaufen, wie die Kantonspolizei mitteilte. Die grösste Herausforderung für die Einsatzkräfte seien die rekordhohen Temperaturen gewesen. Die Rettung Basel-Stadt habe deshalb zusätzliche Teams aufgeboten, um die aussergewöhnliche Lage bewältigen zu können.
