Zu trocken: 1.-August-Feier muss vielerorts ohne Raketen auskommen
Wegen der anhaltenden Trockenheit drohen die Feuerwerke zum 1. August in vielen Kantonen auszufallen. Das hohe Niederschlagsdefizit vermochten auch die Gewitter der letzten Wochen nicht auszugleichen.
Gemäss dem privaten Wetterdienst Meteonews betrug das Niederschlagsdefizit in der Schweiz im Juli knapp 45 Prozent.
Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht: Bis Freitag soll es meist trocken bleiben, bevor am Wochenende Gewitter aufziehen, wie Meteonews am Dienstag schrieb. Der Niederschlag werde voraussichtlich nicht ausreichen, um die Trockenheit zu mindern, wie aus den Wettermodellen hervorgehe.
Zeuseln verboten!
Da die Waldbrandgefahr in weiten Teilen der Schweiz gross bis sehr gross sei, erwartet Meteonews, dass viele Kantone an den bestehenden Feuerverboten festhalten werden. Das werde in vielen Kantonen ein Feuerwerksverbot nach sich ziehen, prognostizierte der Wetterdienst hinsichtlich des anstehenden Nationalfeiertags.
So darf am 1. August im ganzen Kanton St. Gallen nicht gezündelt werden. Vom Verbot ausgenommen seien bereits bewilligte Feuerwerke auf Seen, sofern ein Mindestabstand von 350 Metern zum Ufer eingehalten werden könne.
Der Kanton Glarus will am Mittwoch über eine mögliche Lockerung des Verbots von Feuerwerk oder Höhenfeuer entscheiden. Die Gemeinde Riehen im Kanton Basel-Stadt will aus Sicherheitsgründen auf ein traditionelles Höhenfeuerwerk verzichten. Stattdessen werde es ein bodennahes, kaltsprühendes Feuerwerk geben, hiess es am Dienstag in einer Mitteilung.
Trockenheit zeichnete sich früh ab
Im laufenden Monat war das Niederschlagsdefizit im Süden und in weiten Teilen des Mittellandes besonders ausgeprägt, wie Meteonews schrieb. Stellenweise wichen die Niederschläge um fast hundert Prozent vom Klimamittel von 1991 bis 2020 ab. Einen Regenüberschuss habe es hingegen in der Zentralschweiz, im Wallis und am Bodensee gegeben, so der Wetterdienst.
Die Trockenheit habe sich bereits im Frühjahr abgezeichnet. Nach einer vorübergehenden Entspannung, sei es in den vergangenen Wochen erneut zu einer Verschärfung der Lage gekommen.
