Trockenster Juli seit 1836 in England und Wales
Die Menschen in England und Wales haben im vergangenen Monat vorläufigen Daten zufolge den trockensten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1836 erlebt. Das teilte der britische Wetterdienst Met Office mit.
„Die Kombination aus rekordverdächtiger Trockenheit, aussergewöhnlicher Wärme und beispiellosem Sonnenschein hat einen der bemerkenswertesten Sommermonate in unseren historischen Aufzeichnungen hervorgebracht“, sagte Amy Doherty vom Met Office laut Mitteilung. In England und Wales war der Juli zudem der sonnigste Kalendermonat seit Beginn der Aufzeichnungen.
Niedrige Wasserstände und Waldbrände
Vor allem grosse Teile Englands und Wales kämpfen seit Wochen mit extremer Trockenheit. Laut dem Met Office gab es im Juli in 19 englischen Grafschaften praktisch keinen Regen.
Etwa 23 Millionen Menschen sind der Nachrichtenagentur PA zufolge derzeit von Bewässerungsverboten betroffen, da Flüsse und andere Gewässer unter niedrigen Wasserständen leiden. Für ganz Wales sowie Teile Englands wurde zuletzt der Dürrezustand ausgerufen.
Der bisherige Sommer im Vereinigten Königreich war wie in vielen Ländern von teils extremen Hitzeperioden geprägt. Insgesamt verzeichnete Grossbritannien den zweitwärmsten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen.
Zudem kam es zu Wald- und Flächenbränden. Erst vergangene Woche brach im englischen Suffolk ein Waldbrand aus, der sich auf etwa 150 Hektar ausbreitete. Das Feuer ist inzwischen laut der örtlichen Feuerwehr unter Kontrolle.
