BP mit deutlichem Gewinnplus dank hoher Ölpreise
Die hohen Ölpreise haben BP im zweiten Quartal infolge des Iran-Kriegs einen Gewinnsprung beschert. In den drei Monaten bis Ende Juni betrug der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn rund 5,7 Milliarden US-Dollar.
Das war doppelt so viel wie ein Jahr zuvo, wie der britische Ölkonzern in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf gut fünf Milliarden Dollar erwartet.
Die Ölpreise lagen im zweiten Quartal deutlich über denjenigen des Vorjahres, da der Iran die Strasse von Hormus nach den Angriffen von USA und Israel faktisch gesperrt hatte. Dies trieb auch die Preise für Raffinerieprodukte wie Diesel und Kerosin in die Höhe.
Konzern-Umbau kommt voran
Nach Angaben von Unternehmenschefin Meg O’Neill macht BP Fortschritte beim Umbau und der Stärkung der Bilanz. Das Unternehmen habe Massnahmen ergriffen, um den Konzern zu straffen und zu stärken, sagte die Managerin, die Anfang April das Ruder beim Ölkonzern übernommen hat.
In den vergangenen Wochen habe BP die Raffinerie in Gelsenkirchen veräussert, den Verkauf des Einzelhandelsgeschäfts in Österreich vereinbart und angekündigt, das Nordsee-Geschäft in Grossbritannien zu verkaufen. Zudem plane das Unternehmen, sein Biogasgeschäft in den USA abzustossen.
Allerdings seien die drei Monate bis Ende Juni operativ nicht so gut gelaufen wie ein Quartal zuvor, mahnte die BP-Chefin. So seien die Förderanlagen weniger zuverlässig gewesen, die Produktion sei zurückgegangen und die Raffinerien hätten weniger Rohöl verarbeitet. O’Neill führte dies nur zum Teil auf geplante Wartungsarbeiten und den Konflikt im Nahen Osten zurück.
