SBB-Feuerwehr rückt jährlich zu 10’000 Einsätzen aus
Die SBB Feuerwehr und Intervention rückt pro Jahr rund 10’000 Mal in der ganzen Schweiz aus. Das Team löscht Brände in Zügen, evakuiert Menschen in der Nähe von Geleisen oder kümmert sich um beschädigte Bahnübergänge.
Im Industriegebiet von Olten steigt Rauch aus einem stehenden Zug auf. Kurz darauf fährt ein roter Kleinbus mit dem Schriftzug Feuerwehr vor, gefolgt von einem Fahrzeug, das einem Tanklöschfahrzeug gleicht. Feuerwehrleute steigen aus und begeben sich nach einer Besprechung an die Arbeit. Später rollt der Lösch- und Rettungszug an und wirft Wasser auf den von Rauch umgebenen Zug. 48’000 Liter Wasser passen in dessen Tank.
In Oltens Industriegebiet befindet sich das Übungsareal der Feuerwehr und Intervention der SBB. Die Mitglieder des Teams zeigen an diesem Morgen vor den Medien, wie ein Einsatz typischerweise funktioniert.
10’000 Einsätze pro Jahr
Das Ziel der SBB-Feuerwehr ist es, die Sicherheit der Reisenden und der Güter, die das Bahnunternehmen transportiert, zu gewährleisten. Das Team hat rund 10’000 Einsätze pro Jahr – zum Beispiel, wenn Personen- oder Güterzüge blockiert sind, es in Gleisnähe brennt oder wenn Tiere oder Menschen sich in der Nähe der Gleise befinden.
Es gibt 15 Standorte in der Schweiz, an denen 340 Mitarbeitende tätig sind. Die Feuerwehr verfügt unter anderem über 15 Lösch- und Rettungszüge, 15 Ersteinsatzfahrzeuge und 50 weitere Fahrzeuge für die Strasse.
Die Alarmierung laufe immer gleich ab, erklärt Daniel Zimmermann, Flächenleiter Mitte. Die Meldung über ein Ereignis lande bei der Einsatzleitzentrale, diese alarmiere den Standort. „Innerhalb von fünf Minuten müssen wir unterwegs sein.“
Die Schichten dauern 24 Stunden
In Olten arbeiten 28 Personen, darunter Standortleiter Bruno Gugelmann. „Unsere Schichten dauern 24 Stunden“, sagt er. In der Kaserne gibt es Schlafzimmer, Aufenthaltsräume und Büros.
Das Einsatzgebiet des Standorts sei unterschiedlich, erklärt er. „Wir gehen bis nach Solothurn, Brugg, Sursee. Wenn aber der Standort Basel einen Einsatz hat, gehen wir auch dort hin.“ Das entscheide die Betriebszentrale in Bern. Je nachdem, wie die Sicherheit für Mensch und Gut am besten gewährleistet werden könne.
