Süden der Schweiz ächzt weiterhin unter der Hitze
Diverses
Höfner Volksblatt  
5. August 2026

Süden der Schweiz ächzt weiterhin unter der Hitze

Während die neuerliche Hitzewelle auf der Alpennordseite zumindest vorübergehend ein Ende hat, geht diese im Süden der Schweiz weiter. Am Mittwoch sind im Tessin und im Oberengadin neue Tageshöchstwerte für einen 5. August erreicht worden.

Gemäss Angaben von Meteoschweiz wurde in Locarno-Monti TI am Mittwochnachmittag mit 34,8 Grad die höchste je an einem 5. August an dieser Messstation gemessene Temperatur übertroffen. Der alte Rekord aus dem Jahr 2017 lag bei 34,5 Grad. Die Messstation in Locarno liegt auf 367 Meter über Meer an einem Südhang.

Weitere Tagesrekorde meldeten Lugano TI mit 34,2 Grad, Samedan GR mit 27,6 Grad und Segl-Maria im Oberengadin mit 23,9 Grad. Letztere Messstation liegt auf 1804 Meter über Meer in einer Ebene.

Tagesrekorde waren in den vergangenen Tagen und Wochen auch an zahlreichen weiteren Orten in der Schweiz gemessen worden. Am letzten Donnerstag war es in Basel-Binningen 39,7 Grad heiss. Damit wurde der bisherige Allzeit-Temperaturhöchststand auf der Alpennordseite erreicht. Am 7. Juli 2015 waren in Genf ebenfalls 39,7 Grad registriert worden.

Anhaltende Hitzewarnung

In den Niederungen der Alpennordseite und im Wallis dürfte die neuerliche Hitzewelle nun vorbei sein – die nächste ist aber bereits angekündigt. In der kommenden Woche werden in Teilen der Schweiz erneut Temperaturen jenseits von 35 Grad prognostiziert.

Im Süden dürfte es auch in der laufenden Woche heiss bleiben. Dort gilt die Hitzewarnung der Stufe vier bis Freitagabend um 20 Uhr, wie das Naturgefahrenbulletin des Bundes zeigt. Dort dürften die Höchsttemperaturen in den nächsten Tagen zwischen 31 und 34 Grad liegen, mit Spitzenwerten von bis zu 36 Grad.

Der Sommer 2026 war bis jetzt mindestens so heiss wie der Rekordsommer 2003. An einigen Stationen sei die Zahl der Hitzetage bereits höher als damals, hatte Meteoschweiz bereits am Dienstag berichtet. Aussergewöhnlich war heuer demnach die Anzahl der Hitzetage. Bei rund zwanzig Messstationen pulverisierte die Hitzewelle im andauernden Sommer die bisherigen Werte seit Messbeginn.