Offline-Kartenzahlungen neu für lebenswichtige Güter möglich
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Höfner Volksblatt  
24. August 2026

Offline-Kartenzahlungen neu für lebenswichtige Güter möglich

In der Schweiz können Lebensmittel, Medikamente und Treibstoffe neu auch dann mit Karte bezahlt werden, wenn Datenverbindungen wegen technischer Probleme ausfallen. Möglich macht das eine Branchenlösung für Offline-Kartenzahlungen.

Banken, Zahlungsdienstleister und Detailhändler haben unter Federführung der Wirtschaftlichen Landesversorgung und der Nationalbank vereinbart, Offline-Zahlungen schrittweise und freiwillig einzuführen. Breit verfügbar sein sollen sie Ende 2027.

Eine Mehrheit der Marktteilnehmer habe sich zur Einführung dieses Notsystems bekannt, schrieb das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) am Montag. Die Branchenlösung gilt lediglich für Anbieter von lebenswichtigen Gütern.

Ein Grossteil des Lebensmittelhandels habe zugestimmt, schrieb das BWL. Weitere Geschäfte könnten sich noch anschliessen. Für Offline-Zahlungen ist eine inländische Kredit- oder Debit-Karte mit Pin-Code nötig. Auch müssen die Lesegeräte mit Strom versorgt werden.

Bundespräsident Guy Parmelin, Nationalbankpräsident Martin Schlegel und Roland Pfister, Delegierter für wirtschaftliche Landesversorgung, dankten am Montag in Bern an der neuen Zahlungslösung beteiligten Branchenvertretern. Parmelin lobte die Vereinbarung als Beispiel für vorausschauende Planung.

Bargeld und der Offline-Zahlungsverkehr machten das System resilient, fügte Schlegel hinzu. Bewältigungen von Krisen wie einem Ausfall der digitalen Zahlungssysteme seien die Aufgabe aller.

Ein funktionierender Zahlungsverkehr sei die Voraussetzung dafür, dass die Versorgungskette funktioniere, sagte Pfister. Die Beteiligten hätten ein praxistaugliches System entwickelt, und das sei ohne einen regulatorischen Eingriff erreicht worden.