Über zwei Drittel lehnen Neutralitätsinitiative laut Umfrage ab
Die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative haben gemäss einer neuen Umfrage kurz vor der Abstimmung vom 27. September weiter an Boden verloren. Beide Vorlagen werden deutlich abgelehnt, wie die zweite 20 Minuten-/Tamedia-Abstimmungsumfrage zeigt.
Die Initiative „Wahrung der schweizerischen Neutralität“ (Neutralitätsinitiative) wird von 68 Prozent der Befragten abgelehnt, während 31 Prozent dafür sind, wie 20 Minuten/Tamedia am Mittwoch zur 2. Umfragewelle mitteilten. Die Zustimmung sank im Vergleich zur ersten Umfragewelle vor rund einem Monat um fünf Prozentpunkte. Bei der Neutralitätsinitiative finde sich nur bei den SVP-Wählenden eine Mehrheit.
Noch geringer ist die Unterstützung für die Initiative „Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser“ (Ernährungsinitiative). Dieser Vorlage stimmen nur 29 Prozent zu. Die Umfrage von Leewas wurde am 9. und 10. September bei 12’948 Stimmberechtigten online durchgeführt. Der Fehlerbereich beträgt +/- 1,5 Prozentpunkte.
Auch das dritte Stimmungsbarometer von Yougov Schweiz, das bereits am Dienstag veröffentlicht wurde, sagt ein Nein für beide Initiativen voraus. Für die Neutralitätsinitiative sprechen sich 30 Prozent der Befragten aus, 63 Prozent sind dagegen. Die Ernährungsinitiative komme auf 29 Prozent Ja-Stimmen bei 65 Prozent Nein-Stimmen. Für die Umfrage befragte das Forschungsinstitut zwischen dem 31. August und 14. September online 2989 Stimmberechtigte.
