Chemiekonzern Ineos lässt Produktion in drei Werken ruhen
Der britische Chemiekonzern Ineos setzt die Produktion in seinen drei Werken im englischen Hull vorübergehend aus. Eigentümer Jim Ratcliffe machte dafür in einer Mitteilung die seiner Aussage nach höheren Gaspreise im Vereinigten Königreich verantwortlich.
Bei „Gaspreisen, die mittlerweile zwölfmal so hoch sind wie in den USA und achtmal so hoch wie in China, können wir einfach nicht konkurrieren“, sagte er. Die Chemiewerke stellen der Nachrichtenagentur PA zufolge Stoffe her, die unter anderem für Arzneimittel, Kleidung und Kosmetik sowie für Bau- und militärische Sprengstoffe verwendet werden.
Betroffen sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge etwa 1000 Beschäftigte, 245 davon arbeiten demnach an den betroffenen Standorten. Die Chemiewerke nutzen Gas zur Energieversorgung und für den Produktionsprozess.
Zwei Werke haben die Produktion laut Ineos bereits eingestellt. Der Betrieb im dritten Werk solle in den kommenden Tagen folgen. Die britischen Erdgaspreise waren zuletzt deutlich gestiegen.
