Mehr als 80 Festnahmen bei Razzien gegen IS in der Türkei
Die türkischen Behörden haben bei landesweiten Einsätzen mehr als 80 mutmassliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Das teilte das Innenministerium am Freitag mit.
Den 83 Festgenommenen wird unter anderem vorgeworfen, Propaganda der Gruppe in den sozialen Medien verbreitet zu haben, wie das Ministerium auf der Plattform X weiter schrieb. Die Generalstaatsanwaltschaften hatten die Razzien, die in 28 Provinzen stattfanden, demnach angeordnet.
Dem IS wird eine Reihe tödlicher Anschläge in der Türkei in den zurückliegenden Jahren zugeschrieben, er unterhält Netzwerke und logistische Strukturen in dem Land. Die türkischen Behörden gingen eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Monaten landesweit verstärkt gegen die Netzwerke und die Finanzierung der Gruppe vor.
Im Dezember 2025 hatte die Polizei eine IS-Zelle in der westtürkischen Provinz Yalova zerschlagen – bei Gefechten wurden drei Polizisten getötet und zahlreiche verletzt. Die Behörden machen den IS auch für einen Angriff auf das israelische Konsulat in Istanbul im April verantwortlich, das zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb war. Ein Angreifer wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet, zwei weitere verletzt. Der IS bekannte sich bislang nicht zu der Tat.
