September 2026 war der zweitwärmste seit Messbeginn
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Höfner Volksblatt  
29. September 2026

September 2026 war der zweitwärmste seit Messbeginn

Der September 2026 geht gemäss provisorischen Daten als zweitwärmster Monat seit Messbeginn 1864 in die Schweizer Geschichte ein. Landesweit war es zudem deutlich zu trocken und überdurchschnittlich sonnig.

Die Schweizer Mitteltemperatur lag im September 3,2 Grad Celsius über dem Wert der Referenzperiode 1991-2020, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Klimabulletin des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) hervorgeht. Mit einem provisorischen, landesweiten Mittel von 13,7 Grad Celsius belegte der Monat den zweiten Rang seit Messbeginn im Jahr 1864. Nur der September 2023 war noch wärmer.

An fünf Messstationen mit langen Datenreihen wurden laut Meteoschweiz neue Septemberrekorde registriert. Dazu gehörten unter anderem Lugano TI mit einer Mitteltemperatur von 21,3 Grad und der Grosse St. Bernhard VS mit 8,8 Grad. In höheren Lagen waren die Abweichungen zur Referenzperiode grösser als in den tiefer gelegenen Regionen.

Niederschlagsmengen unterdurchschnittlich

Neben der Wärme war der Monat auch von grosser Trockenheit geprägt. Die Niederschlagsmengen lagen schweizweit unter dem Durchschnitt. Regional fielen weniger als 20 Prozent der üblichen Regenmenge eines Septembers. Am wenigsten regnete es in den Regionen Mittelland und Jura.

Gleichzeitig schien die Sonne im ganzen Land überdurchschnittlich oft. An manchen Orten betrug die Sonnenscheindauer mehr als 150 Prozent der Norm für die Referenzperiode. Das Bulletin berücksichtigt die Prognose bis zum Monatsende mit den dazugehörenden Unsicherheiten. Die definitiven Daten veröffentlicht Meteoschweiz am 10. Oktober.

Die aussergewöhnliche Witterung des Septembers setzt einen Trend fort. Das gesamte Sommerhalbjahr von April bis September 2026 war laut den provisorischen Daten das wärmste und trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 160 Jahren.