Schweizerisches Literaturarchiv erhält Nachlass von Jean Anouilh
Dem Schweizerischen Literaturarchiv ist der Nachlass des französischen Autors Jean Anouilh überlassen worden. Dieser umfasst 80 Schachteln, überwiegend mit Werken aus seiner über 20-jährigen Zeit in der Schweiz.
„Der Nachlass von Jean Anouilh ist von grosser Bedeutung für die Geschichte des europäischen Theaters und ergänzt die Bestände bedeutender Autorinnen und Autoren wie Hermann Hesse, Patricia Highsmith oder Rainer Maria Rilke, die ebenfalls in der Schweiz lebten“, schreibt die Schweizerische Nationalbibliothek in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Jean Anouilh machte sich vor allem als Dramatiker einen Namen. Seine bekanntesten Theaterstücke sind „Léocadia“ von 1940, „Antigone“ von 1944 und „Becket oder Die Ehre Gottes“ von 1959. Er schrieb aber auch Drehbücher, Fabeln, Libretti sowie Übersetzungen von William Shakespeare und Heinrich von Kleist.
Die Schenkung habe im vergangenen Frühjahr die Tochter des Bühnenautors dem Schweizerischen Literaturarchiv übergeben. Der Nachlass beinhalte nicht nur die Arbeit des 1910 in Bordeaux geborenen und 1987 in Lausanne gestorbenen Schriftstellers. Sondern auch Korrespondenzen mit „Persönlichkeiten aus Theater und Geisteswissenschaften“, diese würden rund 50 Ordner umfassen.
Das zur Nationalbibliothek gehörende Schweizerische Literaturarchiv betreut gemäss eigenen Angaben 400 literarische Nachlässe, Archive und Autorenbibliotheken des 20. und 21. Jahrhunderts.
