Argentinien vergibt künftig Staatsbürgerschaft an Investoren
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Höfner Volksblatt  
2. Oktober 2026

Argentinien vergibt künftig Staatsbürgerschaft an Investoren

In Argentinien soll es künftig möglich sein, durch „relevante Investitionen“ die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Ein entsprechendes Programm kündigte der argentinische Wirtschaftsminister Luis Caputo im Rahmen der „Argentina Week“ in Paris an, wie die Regierung des südamerikanischen Landes mitteilte.

Ab diesem Quartal könnten Anträge gestellt werden, hiess es. Vorgesehen seien zwei Mechanismen: die Leistung einer direkten und nicht erstattungsfähigen Einzahlung in Höhe von 350.000 US-Dollar (rund 311.000 Euro) an das argentinische Finanzministerium oder die Zeichnung eines eigens geschaffenen staatlichen Wertpapiers im Wert von 800.000 US-Dollar (rund 710.000 Euro).

Auch nahe Angehörige des Hauptantragstellers können ein Ansuchen stellen. Ehepartner sowie Kinder zwischen 18 und 25 Jahren, die unverheiratet und kinderlos sind, können die Staatsbürgerschaft demnach durch eine Einzahlung von 100.000 US-Dollar an das Finanzministerium beantragen. Bei Minderjährigen wird eine Einzahlung von 25.000 US-Dollar gefordert.

Die Anträge sollen den Angaben nach einem strengen Prüfungsverfahren unterzogen werden, das darauf abziele, „die nationale Sicherheit, die Integrität des Finanzsystems und das internationale Ansehen“ der argentinischen Staatsbürger zu wahren. Mit der Reform wolle man das Investitionsklima stärken und den Kapitalzufluss fördern.