Bush verkündete vor 25 Jahren den Krieg gegen die Taliban
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Höfner Volksblatt  
4. Oktober 2026

Bush verkündete vor 25 Jahren den Krieg gegen die Taliban

Am 7. Oktober vor 25 Jahren hat die „Operation Enduring Freedom“ in Afghanistan als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2021 begonnen. US-Präsident George W. Bush verkündete im Weissen Haus den Beginn der Mission gegen die Taliban und den Terrorismus.

Die Operation war eine Reaktion auf die durch Mitglieder der Terrororganisation Al-Kaida ausgeführten Anschläge vom 11. September 2001. Der US-Einsatz sollte sich als ein langer und steiniger Weg erweisen. Der Einsatz gegen den internationalen Terrorismus dauerte knapp 20 Jahre, kostete tausende Menschenleben und Milliarden von Dollars und endete mit dem erneuten Machtantritt der Taliban.

Daran beteiligt waren die USA, zahlreiche Nato-Partner sowie eine globale „Koalition der Willigen“ mit insgesamt über 50 Ländern militärisch, logistisch oder durch Stützpunkte. Die Operation wurde in vier Regionen durchgeführt: in Afghanistan, am Horn von Afrika, auf den Philippinen und in Afrika innerhalb und südlich der Sahara. Schwerpunkt des US-geführten Einsatzes mit internationaler Unterstützung war jedoch Afghanistan.

Eigentlich sollte die Operation den Namen „Infinite Justice“ („Grenzenlose Gerechtigkeit“) tragen. Doch islamische Gelehrte empörten sich – Gerechtigkeit siedelten sie bei Allah und nicht im US-Verteidigungsministerium an. Der Name wurde geändert.

„Wille der Welt“

Am 7. Oktober 2001 sagte Bush zum Beginn des Angriffs: „Hinter uns steht der gemeinsame Wille der Welt.“ Er habe den islamisch-fundamentalistischen Taliban in Afghanistan eine Reihe klarer und genauer Forderungen gestellt, darunter, die Terroristenlager zu schliessen und die Führer des Al-Kaida-Netzwerks auszuliefern. Keine dieser Forderungen sei erfüllt worden.

„Jetzt werden die Taliban den Preis dafür zahlen. Heute zielen wir auf Afghanistan, aber die Schlacht ist eine grössere. Jeder Staat wird sich entscheiden müssen. In diesem Konflikt gibt es keine Neutralität. Wir sind eine friedfertige Nation. Aber wir haben sehr plötzlich und auf so tragische Weise erfahren, dass es in einer Welt plötzlichen Terrors keinen Frieden gibt“, so Bush.

Angesichts dieser neuen Bedrohung sei Frieden nur zu erreichen, „indem wir diejenigen verfolgen, die ihn bedrohen. Wir haben um diese Mission nicht gebeten, aber wir werden sie erfüllen.“ Die Schlacht habe jetzt an vielen Fronten begonnen. „Wir werden nicht davor zurückschrecken, wir werden nicht müde werden, wir werden nicht schwanken, und wir werden nicht versagen. Frieden und Freiheit werden siegen. Ich danke Ihnen. Möge Gott Amerika weiter beschützen.“

Am 28. Dezember 2014 endete die Operation Enduring Freedom offiziell. Die Kampftruppen des westlichen Verteidigungsbündnisses Nato sollten Afghanistan bis Ende 2014 verlassen. Der Konflikt und die internationale Präsenz in Afghanistan gingen danach in andere Missionen über, ehe der internationale Einsatz im Jahr 2021 mit der Machtübernahme der Taliban endgültig endete.

Im gesamten Afghanistan-Krieg (2001 bis 2021), der durch die Operation Enduring Freedom eingeleitet wurde, starben schätzungsweise über 170’000 Menschen als direkte Folge von Kampfhandlungen.

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