Hisbollah fordert bedingungslosen Abzug Israels
Der Führer der libanesischen Hisbollah, Naim Kassim, fordert einen bedingungslosen Abzug aller israelischen Truppen aus dem Süden des Landes.
Kassim erklärte in einer aufgezeichneten Rede im Hisbollah-Fernsehsender al-Manar, eine Lösung des Konflikts setze den vollständigen Rückzug Israels voraus, ohne dass seine Organisation Gegenleistungen erbringen werde. Die Hisbollah habe nichts zu geben, so Kassim.
Für innerlibanesische Reformen – etwa bei der Rüstungskontrolle oder der Wirtschaftspolitik – zeigte sich der Hisbollah-Generalsekretär offen, lehnte dabei jedoch eine Einflussnahme durch die USA oder andere Staaten ab.
Israel verlangt vor Abzug Entwaffnung der Hisbollah
Israel fordert vor einem Abzug eine Entwaffnung der Hisbollah-Miliz, um Bedrohungen und mögliche Terrorüberfälle wie den vom 7. Oktober 2023 dauerhaft auszuschalten.
Die israelische Armee hat einseitig eine „Sicherheitszone“ im Südlibanon verfügt, um nach eigenen Angaben Angriffe der Hisbollah auf den Norden des Landes zu verhindern. Sowohl die Hisbollah als auch die libanesische Regierung sprechen von einer völkerrechtswidrigen Besetzung.
Das von Israel kontrollierte Areal umfasst nach geografischen Berechnungen libanesischer Medien rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.
