Dänemark verlängert Kontrollen an deutscher Grenze
Der dänische Justizminister hat eine Verlängerung der vorübergehenden Kontrollen an der deutschen Grenze um weitere sechs Monate angekündigt und seine Entscheidung mit einer ernsten Sicherheitslage begründet. Das geht aus einer Mitteilung des dänischen Justizministeriums hervor. Die dänischen Behörden gehen demnach davon aus, „dass weiterhin eine anhaltende und aktuelle ernsthafte Bedrohung für Dänemark besteht“, heisst es darin.
Der dänische Justizminister Nicolai Wammen habe deshalb beschlossen, die Grenzkontrollen, die ursprünglich am 11. November auslaufen sollten, bis zum 11. Mai 2027 zu verlängern. Darüber habe er die EU-Kommission informiert. Die Sicherheitslage im Inland sei ernst, sagte Wammen der Mitteilung zufolge. Es gebe weiterhin Bedrohungen durch Terrorismus und Sabotage.
Auch die Situation vor wenigen Monaten im spanischen Ceuta spielt demnach eine Rolle. Der dortige Ansturm von Migranten habe gezeigt, wie schnell sich Menschenmengen in Bewegung setzen könnten. Ende Juli waren Zehntausende Migranten von Marokko aus in die spanische Nordafrika-Exklave gekommen.
Kontrollen an der dänisch-deutschen Grenze bestehen bereits seit längerem. Deutschland hat stationäre Kontrollen an der Grenze zu Dänemark am 16. September 2024 eingeführt und seither mehrfach verlängert. Dänemark hatte bereits am 12. Mai 2024 mit festen Kontrollen an der Grenze zu Deutschland begonnen.
Im Schengen-Raum sind grundsätzlich keine Kontrollen an den Binnengrenzen vorgesehen. Vorübergehende Kontrollen sind allerdings unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
