Thurgauer Nationalrat Pascal Schmid verzichtet auf Kandidatur
Der Thurgauer SVP-Nationalrat Pascal Schmid hat seinen Verzicht auf eine Kandidatur als Bundesrat bekanntgegeben. Der 50-jährige Asylchef der SVP will sich auf seine Ständeratskandidatur konzentrieren, erklärte er in einem Interview mit den Titeln des Tamedia-Verlags.
Man müsse sich fragen, ob es der richtige Moment ist, erklärte Schmid, der seit drei Jahren im Nationalrat politisiert. „Ich habe mit vielen verschiedenen Personen auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Gremien gesprochen.“ Nach einer umfassenden Lagebeurteilung sei sein Entscheid gefallen.
Das Amt als Bundesrat stelle das Leben komplett auf den Kopf, so Schmid weiter. Er sei in sich gegangen und habe den Beschluss mit seiner Frau gefasst. Schmid erwähnte dabei auch, dass er sich vor fünf Jahren als Partner in einer Anwaltskanzlei selbständig gemacht habe. „Diese Tätigkeit ist mir sehr wichtig, ich bin da nah bei den Leuten“, teilte Schmid weiter mit.
Deshalb sei es derzeit nicht der richtige Zeitpunkt für eine Kandidatur als Bundesrat, erklärte Schmid gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
In der Wintersession wird das Parlament am 9. Dezember einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den scheidenden Bundesrat Guy Parmelin wählen. Die SVP beansprucht den frei werdenden Sitz für sich. Nominiert fürs offizielle „Ticket“ werden Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen eines offiziellen Wahlvorschlags am 20. November durch die SVP-Bundeshausfraktion.
Als Einzige hat bisher die Genfer Nationalrätin und SVP-Vizepräsidentin Céline Amaudruz ihr Interesse an einer Kandidatur angemeldet.
Vor Schmid hatte am Dienstag bereits der Solothurner Nationalrat Christian Imark bestätigt, dass er als Bundesrats-Kandidat nicht zur Verfügung stehe.
