Mehr als 1.300 Festnahmen bei Protesten in Frankreich
Bei Ausschreitungen am Rande der Demonstrationen in Frankreich am Samstag sind landesweit 1.314 Menschen festgenommen worden. 53 Polizeikräfte seien verletzt worden, teilte das Innenministerium in einer morgendlichen Bilanz mit. Einsatzkräfte seien gegen 75 versuchte Brandstiftungen vorgegangen und es habe 24 Plünderungen gegeben. Die Nacht sei ruhig verlaufen, hiess es. Frankreichweit waren 70.000 Beamte im Einsatz.
Die angemeldeten und genehmigten Demonstrationen hätten am Samstag auf den vorgesehenen Routen stattgefunden, teilte das Innenministerium mit. Allerdings hätten sich vielerorts in oder am Rande der Demonstrationszüge insbesondere linksextreme Gruppen formiert, die versucht hätten, Angriffe auf die Sicherheitskräfte oder auf Personen und Eigentum anzuzetteln. Die Beamten hätten dies aber mit einem systematischen Eingreifen im Allgemeinen verhindern können.
Die frankreichweiten Proteste verliefen damit weitaus friedlicher als die Demonstrationen am Samstag vergangener Woche, die von schweren Ausschreitungen begleitet wurden. Dabei kam es nach letzten Angaben des Innenministeriums zu 2.025 Brandstiftungen, 1.522 geplünderten Läden und 1.144 verletzten Beamten.
