Die Romandie rüstet Schüler gegen Fake News
Die Medien der Romandie haben eine engere Zusammenarbeit mit den Schulen angekündigt, um die Medienkompetenz von Jugendlichen zu stärken. Zu diesem Zweck wird ein Verein gegründet, wie am Dienstag in Lausanne bekannt gegeben wurde.
Das Projekt wurde am siebten Forum des médias romands (FMR) vorgestellt, wie Projektleiter Philippe Sordet mitteilte. Der neu zu gründende Verein mit Sitz in Genf soll die Medienerziehung in der Romandie fördern.
Konkret sollen Medienfachleute in die Schulklassen gehen. Dort sollen sie den Jugendlichen zeigen, wie man Informationen recherchiert und auf ihre Richtigkeit überprüft. Kritisches Denken müsse eine Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger bleiben, so die Initianten.
Die Verantwortlichen hoffen, jährlich mindestens 40’000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren zu erreichen. Laut Sordet erreichen die verschiedenen bestehenden Initiativen derzeit knapp 30’000 Jugendliche.
KI untergräbt verlässliche Informationen
Getragen wird die Initiative von der Interkantonalen Konferenz für das öffentliche Bildungswesen der Westschweiz und des Tessins (CIIP), von Radio Télévision Suisse (RTS), dem Verlegerverband Médias Suisses sowie von Regionalradios und -fernsehsendern.
Der Präsident des FMR, Stéphane Estival, rief die Medien zur Einigkeit auf. Der Aufstieg sozialer Netzwerke und künstlicher Intelligenz untergrabe die Geschäftsmodelle und die Fähigkeit, in der Schweiz Informationen zu produzieren, warnte er.
