Bundesrat will unwettergeschädigte Gemeinden stärker unterstützen
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Höfner Volksblatt  
4. November 2026

Bundesrat will unwettergeschädigte Gemeinden stärker unterstützen

Nach den schweren Unwettern von 2024 sollen die betroffenen Gemeinden in den Kantonen Wallis, Graubünden und Tessin zusätzliche 19 Millionen Franken vom Bund erhalten. Der Bundesrat will dafür ein neues, bis 2031 befristetes Gesetz schaffen.

Die Landesregierung hat am Mittwoch die Botschaft zu diesem Unwetterentschädigungsgesetz ans Parlament verabschiedet, wie sie mitteilte. Das neue Gesetz sieht eine ausserordentliche Bundeshilfe im Umfang von 50 Prozent der Restkosten der Gemeinden vor.

Damit soll die Wiederherstellung der beschädigten Infrastrukturen wie Strassen und Schutzbauten in den am stärksten betroffenen Gemeinden unterstützt werden. Ziel ist, dass den Gemeinden eine zumutbare Pro-Kopf-Belastung verbleibt. Voraussetzung für eine Beteiligung des Bundes ist, dass sich auch der jeweilige Kanton in vergleichbarer Weise an den Kosten beteiligt.

Zusätzlich zum neuen Bundesgesetz legt der Bundesrat dem Parlament auch den Kreditantrag für die 19 Millionen Franken vor.

Ende Juni verwüsteten schwere Gewitter insbesondere das Misox im Kanton Graubünden, das Maggiatal und dessen Seitentäler im Tessin sowie mehrere Gebiete im Wallis. Insgesamt zehn Menschen kamen ums Leben, drei Personen werden noch immer vermisst.

Allein der Kanton Wallis bezifferte die im Sommer 2024 entstandenen Schäden auf fast 200 Millionen Franken. Er gab im November 2025 bekannt, 35 Millionen Franken der Kosten entfielen auf die Gemeinden.