Lachner Corona-Demo hat ein gerichtliches Nachspiel

Nutzten die gestrige Gerichtsverhandlung in Lachen für einen Umzug: die Freiheitstrychler.

Die Corona-Kundgebung unter dem Titel «Gemeinsam für Freiheit und Grundrechte / Gegen die Corona-Diktatur» vom 21. November 2020 in Lachen ­hatte gestern ein erstes gerichtliches Nachspiel. Auf der Angeklagtenbank des Bezirksgerichts March sassen Josef Ender, seines Zeichens Präsident des Veranstalters, des Aktionsbündnisses der Urkantone, und alt Regierungsrat René Bünter, der als Koordinator vor Ort fungierte. Sie beide wurden des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen bezichtigt, indem sie mehr Personen auf das Festgelände liessen als gemäss Bewilligungsverfügung erlaubt waren, diese zudem zu nahe beieinander standen und grossteils keine Masken trugen. Für beide wurde von der Staatsanwaltschaft eine Busse von 500 Franken gefordert.
Im Vorfeld verweigerten beide mehrfach die Aussage, weshalb die ­Gerichtsverhandlung erst jetzt stattfand. Vor Gericht zeigten sie sich gestern jedoch gesprächiger. Sie beriefen sich darauf, dass sie in Absprache mit der Polizei mehr Personen aufs Gelände gelassen haben. In Sachen Maskentragepflicht betonte Bünter, dass er selbst eine Vorbildfunktion ausgeübt habe, indem er eine Maske trug. Die Verteidigung forderte einen Freispruch und eine Entschädigung. «Mit Josef ­Ender und René Bünter stehen zwei Schweizer Bürger vor Schranken, die sich in ihrem Leben nichts haben zu Schulden kommen lassen», sagte Verteidiger Rechtsanwalt Oswald Rohner.

Vollständiger Artikel in der Ausgabe vom Mittwoch, 15. Juni, zu lesen

Noch kein Abo?