Bei den Abschlüssen haben Frauen die Nase vorn
In der Schweiz schlossen im Jahr 2007 erstmals mehr Frauen eine universitäre Hochschule ab als Männer. Im Kanton Schwyz zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Konstant in der Mehrheit – sowohl bei Bachelor- und Masterabschlüssen – sind die Schwyzer Frauen erst seit 2021. Im letzten Jahr gingen 52,5 Prozent der Master- und 56,8 der Bachelordiplome an Frauen. Im Jahr 2020 hat-ten die Männer zumindest bei den Masterabschlüssen (51,8 Prozent) noch knapp die Nase vorn. In Bezug auf die Studienrichtungen gibt es immer noch grosse Unterschiede. In der überwiegenden Mehrheit weiblich ist die Studierendenschaft bei den Eintritten und Abschlüssen in der Veterinärmedizin, in den Sprach- und Literaturwissenschaften, in der Pharmazie sowie in den Sozial- und Geisteswissenschaften. Auch in der Human- und Zahnmedizin liegen sie deutlich vorne. In den Exakten Wissenschaften, im Maschinen- und Elektroingenieurwesen, in den Wirtschaftswissenschaften sowie im Bauwesen sind hingegen die Männer stark übervertreten.
Sehr stark ist das Frauen-Übergewicht bei der Weiterbildung an einer Universität. Ganze Dreiviertel die-ser Diplome gehen auf das Konto von Frauen. Bei den Doktoraten liegen dafür die Männer (58,1 Prozent) immer noch klar vorne.
Am meisten Abschlüsse an Uni Zürich und ETH Zürich Von den im Jahr 2022 zu einem universitären Abschluss gekommenen Schwyzerinnen und Schwyzern war auf Stufe Bachelor die Universität Zürich mit 63 Abschlüssen am beliebtesten, gefolgt von der ETH Zürich, der Uni St. Gallen und der Uni Luzern. Bei den Master-Abschlüssen liegt die ETH mit 43 vorne, vor der Uni Zürich mit 33. Dahinter folgen die Universitäten Bern, Basel und St. Gallen.
Die Zeitreihe geht zurück bis ins Jahr 1980. Damals schlossen die Schwyzerinnen und Schwyzer vor allem an der Uni Zürich ab (20 Diplome), gefolgt von der Uni Bern (8) und der ETH Zürich (7) sowie Uni Fribourg (7).
Ob Bachelor oder Master: Frauen sind bei den Abschlüssen in der Überzahl – auch im Kanton Schwyz.
