Kehricht an Bushaltestelle entsorgt
Unklug: Ein Mann stellt Haushaltkehricht an eine Bushaltestelle in Schmerikon. Das wird teuer.
Ein 51-jähriger Mann aus der Region wird zum Abfallsünder. Er deponierte Mitte März im Zeitraum von 24 Stunden gleich zweimal je einen Abfallsack ohne Gebühr bei einer Bushaltestelle in Schmerikon.
Auch stellte er dort eine Papiertasche hin, die ebenfalls mit Hauskehricht gefüllt war, wie es in einem Strafbefehl des Untersuchungsamtes Uznach weiter heisst. Das tat er, «obschon er erkennen konnte, dass sich am besagten Ort keine bewilligte Deponie befand», wie es im Strafbefehl weiter heisst.
Aus sechs Franken werden 550
Sicher hätte der Mann besser die entsprechenden Gebührensäcke gekauft. Ein solcher hätte ihn in der verwendeten Grössenordnung 2.15 Franken gekostet, er hätte 6.45 Franken dafür aufwenden und diese an einem bewilligten Ort deponieren müssen. Hat er aber nicht, deshalb kommt ihn das nun weit teurer zu stehen. Er wurde der Übertretung gegen das Umweltschutzgesetz schuldig gesprochen. Nun muss er für Busse, Gebühren und besondere Auslagen rund 550 Franken an den Staat abliefern.
Wie und warum ihm die Staatsanwaltschaft auf die Schliche kam, ist dem Strafbefehl nicht zu entnehmen.
Ein putziges Detail am Rande: Auch die 4.30 Franken für zwei Gebührensäcke wurden ihm als «Ersatzforderung» in Rechnung gestellt.
Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.
