Schweizer Börse schliesst wegen erneuter Iran-Unsicherheit im Minus
«Nach jeder Menge Hoffnung noch am Freitagnachmittag ist über das Wochenende die Verunsicherung an die Börse zurückgekehrt», sagte ein Marktbeobachter. Kurz vor Ablauf der Feuerpause am Mittwochabend Ortszeit in Washington sei der weitere Verlauf der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran völlig unklar.
Am Montagnachmittag sagte US-Präsident Donald Trump zu Bloomberg, es sei «sehr unwahrscheinlich», dass er die zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran verlängern werde, falls vor deren Ablauf keine für ihn zufriedenstellende Einigung erzielt werde. Und die wichtige Strasse von Hormus bleibe so lange blockiert, bis eine endgültige Vereinbarung getroffen sei.
Zykliker unter Druck
Analog zur erhöhten Unsicherheit sind auch die Ölpreise gestiegen. Je länger sich diese auf dem jetzigen hohen Niveau halten, desto grösser würden die Auswirkungen auf die Inflation und das Konsumverhalten, warnte ein Börsianer.
Der Schweizer Leitindex SMI schloss am Montag um 1,1 Prozent tiefer bei 13’284 Punkten. Am vergangenen Freitag war der Schweizer Leitindex noch um knapp 2 Prozent hochgesprungen. Auch die anderen europäischen Leidindizes schlossen im Minus, während die US-Börsen zur Berichtszeit ebenfalls nachgaben.
Unter Druck kamen am hiesigen Markt vor allem die Zykliker Sika, Geberit, Amrize und Holcim mit Verlusten von bis zu 3,2 Prozent. Allerdings hatten Werte wie Sika vergangene Woche um mehr als 13 Prozent zugelegt, sodass Gewinnmitnahmen ebenfalls belasteten, wie Händler sagten. Zu den wenigen Gewinnern zählten hingegen defensive Werte wie Swisscom (+1,5 Prozent).
