Strasse von Hormus: Schiffsdurchfahrten ziehen nach Deal wieder an
Insgesamt 25 Handelsschiffe haben am Donnerstag die Meerenge von Hormus durchquert. Dies, nachdem am Vortag eine Vereinbarung zur Wiedereröffnung des Seewegs unterzeichnet worden war.
Das ist das Fünffache der durchschnittlichen Zahl der Schiffe in den ersten zehn Tagen des Juni, wie Daten der Schiffsüberwachungsplattform AXSMarine am Freitag zeigen. Es handelt sich zudem um die höchste Zahl an Schiffen, die an einem einzigen Tag seit dem 18. April durch die Meerenge fuhren.
Diese wird faktisch vom Iran kontrolliert. Durch sie werden normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Ölproduktion und anderer wichtiger Rohstoffe transportiert.
Der Anstieg der Schiffsdurchfahrten am Donnerstag folgte auf die Unterzeichnung eines Verständigungsabkommens zwischen den USA und dem Iran am Mittwoch. Die für Freitag in der Schweiz geplanten Gespräche, die den Start eines 60-tägigen Prozesses zur Lösung der Kernfragen des iranischen Atomprogramms hätten einleiten sollen, wurden jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.
Darüber hinaus gibt es in der Strasse von Hormus weiterhin Störungen der Funksignale. „Die Minenräumung in der Meerenge geht weiter und die Reedereien sind verpflichtet, Vorsicht walten zu lassen“, schrieb AXSMarine.
