Tötungsdelikt in Netstal: Täter muss knapp 11 Jahre ins Gefängnis
Das Glarner Kantonsgericht hat einen jungen Tibeter der vorsätzlichen Tötung schuldig gesprochen. Er hatte im Oktober 2021 seine Ex-Freundin erschossen. Seine Strafe umfasst eine knapp elfjährige Haftstrafe, einen Landesverweis und Geldstrafen.
Nach einer gescheiterten Liebesbeziehung tötete der Tibeter seine Ex-Freundin im Oktober 2021 in Netstal GL. Zweimal schoss der Täter durch die Windschutzscheibe eines Autos der jungen Frau in den Kopf und verletzte sie tödlich.
Der Mann gestand seine Tat. Diese sei im Affekt geschehen, zuvor habe er sich mit der Pistole selbst töten wollen.
2024 folgte ein erster Prozess, der später wegen Mängeln wiederholt werden musste. Das Kantonsgericht erachtet die damalige Verteidigung als ungenügend. Die Verteidigerin hatte zunächst auf Mord plädiert.
Nun wurde der Tibeter wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt. Zehn Jahre und acht Monate muss er hinter Gitter. Ausserdem wird er fünf Jahre des Landes verwiesen und muss den Hinterbliebenen Genugtuungen zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
