Frau in Polen von Blitz getroffen, Hochwasser in Tschechien
In Deutschlands Nachbarländern Tschechien und Polen führen Stürme und Überschwemmungen schon seit Samstag zu zahlreichen Feuerwehr-Einsätzen.
In Tschechien hatten die Meteorologen am Samstag noch Hitzerekorde mit regionalen Temperaturen von bis zu 36 Grad verkündet. Danach entlud sich die Hitze in heftigen Gewittern und starken Regenfällen. Die tschechische Feuerwehr meldete mehr als 700 Einsätze allein am Samstagnachmittag und Abend. Unter anderem waren Eisenbahnlinien und Strassen durch umgestürzte Bäume blockiert sowie Keller überflutet.
In der mittelböhmischen Stadt Pribram, etwa 60 Kilometer südwestlich von Prag, musste die Feuerwehr mit einem Boot zwei Menschen retten, die in ihrem Gartenhäuschen von einer Überschwemmung eingeschlossen waren.
In Jakuszyce in Polen wurde eine 38 Jahre alte Frau von einem Blitz getroffen und erlitt einen Herzstillstand. Sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei stabil, berichtete das Nachrichtenportal Onet.pl am Sonntag unter Berufung auf die Rettungskräfte. In der Grossstadt Breslau (polnisch Wroclaw) brachten überschwemmte Strassen im Stadtgebiet grosse Verkehrsprobleme.
Auch eine bekannte Motorsportveranstaltung im Olympiastadion der Stadt wurde durch Hochwasser beeinträchtigt. Der Grosse Preis von Polen im Speedway konnte erst nach erheblicher Verspätung beginnen, weil Teile der Strecke und der Boxen unter Wasser standen, wie das Nachrichtenportal TVP Info berichtete.
Für die benachbarte Slowakei warnten Meteorologen und Gesundheitsbehörden vor Temperaturen bis 35 Grad. Auch mit heftigen Gewittern und Sturmschäden sei am Sonntag zu rechnen, hiess es.
