Bündner Kunstmuseum verzeichnet gut 400’000 Besucher in zehn Jahren
Diverses
Höfner Volksblatt  
22. Juni 2026

Bündner Kunstmuseum verzeichnet gut 400’000 Besucher in zehn Jahren

Das Bündner Kunstmuseum hat vor gut zehn Jahren seinen Erweiterungsbau eingeweiht. Mit diesem haben sich die Besucherzahlen verdoppelt. Das Museum zog in zehn Jahren über 400’000 Interessierte an.

„Wir sind attraktiver geworden, weil das Programm vielfältiger geworden ist. Die Besucherinnen und Besucher können zwei bis drei Ausstellungen gleichzeitig geniessen“, kommentierte der künstlerische Leiter des Bündner Kunstmuseums, Stephan Kunz, die Zahlen gegenüber Keystone-SDA. Und: „Dank der neuen Struktur mit modernen Sicherheitssystemen und besseren klimatischen Bedingungen konnten wir Leihgaben aus bedeutenden Sammlungen aufnehmen.

In den zehn Jahren fanden gemäss einer Mitteilung des Kunstmuseums vom Montag 82 Ausstellungen und 2300 Führungen und Veranstaltungen statt.

Giacometti sorgt für Ansturm

Auf grosses Interesse beim Publikum sei laut Kunz etwa die Alberto-Giacometti-Ausstellung 2023 gestossen. Diese konzentrierte sich auf die frühen Jahre und die künstlerische Entwicklung von Alberto Giacometti. „Die Ausstellung wollte aufzeigen, woran sich der junge Künstler in seiner Entwicklung orientierte, wie eng er zusammen mit dem Vater Giovanni Giacometti arbeitete und sich allmählich von ihm löste, aber auch wie er sein persönliches Umfeld zeichnete und malte: in der Familie, in Stampa, während seiner Schulzeit in Schiers und in Genf“, schrieb das Kunstmuseum zur Ausstellung.

Ebenfalls grossen Anklang fand die Ausstellung über Albertos Bruder, Diego Giacometti. Das Kunstmuseum zeigte unter anderem zahlreiche Möbelstücke, Objekte und Skulpturen des Bildhauers und Designers.

Museumsfläche verdoppelt

Der Erweiterungsbau des Bündner Kunstmuseums war am 22. Juni 2016 nach rund zwei Jahren Bauzeit eröffnet worden. Er hat die Fläche des Museums verdoppelt und rund 28,5 Millionen Franken gekostet. Entworfen wurde der siebengeschossige Bau von den Architekten Alberto Veiga und Fabrizio Barozzi aus Barcelona, die auch das Musée des Beaux Arts in Lausanne gestalteten.

Der Erweiterungsbau ergänzte die daneben liegende Villa Planta, die im gleichen Zeitraum für 5,3 Millionen Franken renoviert worden ist. Die beiden Häuser sind über einen unterirdischen Durchgang verbunden.