Pensionskassen haben so dicke Polster wie noch nie
Die Schweizer Pensionskassen haben im Juni vom Boom an den Börsen profitiert. Am besten florierten die Aktien, während der Einbruch der Rohstoffpreise die Performance bremste. Insgesamt haben die Pensionskassen so dicke Polster wie noch nie.
Die Deckungsgrade hätten im Juni neue Rekorde erreicht, teilte die ZKB-Tochter Swisscanto in ihrem am Freitag veröffentlichten Pensionskassen-Monitor mit. Die privatrechtlichen Kassen steigerten ihren kapitalgewichteten Deckungsgrad weiter auf 123,8 Prozent. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2000. Im Vormonat Mai hatte der Deckungsgrad noch bei 122,7 Prozent gelegen.
Bei öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung erhöhte er sich auf 117,6 Prozent nach 116,5 Prozent im Vormonat. Auch bei den öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen mit Teilkapitalisierung verbesserte sich der Deckungsgrad auf 94,5 Prozent von 93,5 Prozent im Mai. Das seien ebenfalls neue Höchststände, schrieb Swisscanto.
Die positive Entwicklung an den Aktien- und Obligationenmärkten bescherte den Kassen im Juni eine durchschnittliche Performance von 1,2 Prozent. Seit Anfang Jahr liegt die durchschnittliche Performance mit 4,5 Prozent deutlich im Plus.
Aktien mit steilem Kursplus
Die beste Performance lieferten die Aktien. So legten die ausländischen Wertpapiere seit Anfang Jahr um 12,8 Prozent zu. Bei den Schweizer Aktien beträgt das Plus 9,7 Prozent. Am zweitbesten rentierten Private Equity (+3,4 Prozent) und Hedgefonds (+2,4 Prozent). Auch Schweizer Immobilien warfen mehr ab.
Dagegen gab es bei den Rohstoffen einen Taucher: Die Entspannung im Konflikt zwischen dem Iran und den USA liess die Rohstoffpreise im Juni massiv abrutschen. Damit haben die Rohstoffe seit Anfang Jahr einen Renditeknick um 3,3 Prozent erlebt.
