KI-Rechenzentrum Beringen SH: Aktivisten verlegen Camp
Einen Tag nach der Räumung des Protestcamps gegen den Bau eines Rechenzentrums in Beringen SH haben die Aktivisten ihre Zelte in Deutschland aufgeschlagen. Neu wollen sie vom nahe der Schweizer Grenze gelegenen Tengen aus protestieren.
Nach dem gestrigen „Polizeiangriff“ auf das „KI-kurzschliessen-Camp“ in Benken ZH und der provisorischen Durchführung des Programms in der „Garage“ in Schaffhausen sei in Tengen (D) ein neuer Ort für die Weiterführung des Camps gefunden worden, teilte die Gruppierung „Aufstände der Allmende“ am Samstagmittag mit.
Die wachsende Bewegung gegen Datenzentren und Big Tech lasse sichnicht durch Einschüchterungsversuche aufhalten, teilten die Aktivisten am Samstag weiter mit. Genauso wie sich Tech-Oligarchen international organisierten, müsse auch der Widerstand international vernetzt sein.
Protest gegen Tech-Konzerne
Am vergangenen Freitag war das Camp in Benken durch die Kantonspolizei Zürich geräumt worden. Die Aktivistinnen und Aktivisten wollten mit der dortigen, ursprünglich auf eine Woche angelegten Aktion, auf den Bau eines grossen Datenzentrums im benachbarten Beringen aufmerksam machen.
Die Gruppierung warnte davor, dass sich die Region Schaffhausen allmählich zu einem Hotspot für Datenzentren entwickle, und richtete ihren Protest explizit gegen internationale Tech-Konzerne und deren Eigentümer.
Im Zentrum der Kritik steht der massive Ressourcenverbrauch von künstlicher Intelligenz (KI) und der dafür notwendigen Infrastruktur. Die Aktivisten bezeichneten Rechenzentren als „Brandbeschleuniger für die Klimakrise“.
