China und Taiwan wappnen sich für Taifun „Bavi“
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Höfner Volksblatt  
10. Juli 2026

China und Taiwan wappnen sich für Taifun „Bavi“

China und Taiwan bereiten sich auf Taifun „Bavi“ vor. Die Behörden warnten sowohl in Taiwan als auch an der chinesischen Ostküste vor heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und starken Winden.

In den vergangenen Tagen hatte der Sturm auf seinem Weg über den westlichen Pazifik zeitweise die Stärke eines Super-Taifuns erreicht. Inzwischen hat er sich jedoch abgeschwächt.

Die Philippinen, wo Ausläufer des Taifuns zu spüren waren, meldeten dennoch rund ein Dutzend Tote.

In Taiwan wurden die Vorkehrungen am Freitag verstärkt. In Teilen des Nordens, darunter in der Hauptstadt Taipeh, blieben Schulen und viele Betriebe geschlossen. Die stärksten Regenfälle wurden von Freitagabend bis Samstag erwartet.

Flüge und Fähren fallen aus

Präsident Lai Ching-te rief die Behörden zu enger Zusammenarbeit auf. Bewohner besonders gefährdeter Gebiete sollten frühzeitig in Sicherheit gebracht werden. Dies gelte vor allem für die Bergregionen im Norden. Bis Freitagmorgen wurden mehr als 400 Flüge gestrichen und mehr als 100 Fährfahrten abgesagt.

Der Taifun soll dann weiter in Richtung der chinesischen Ostküste ziehen. Der chinesische Wetterdienst erwartete das Auftreffen auf Land für Samstagabend zwischen Xiapu in der Provinz Fujian und Wenling in Zhejiang. Die chinesischen Behörden verschärften ihre Notfallmassnahmen für Zhejiang und Fujian. Fischerboote wurden in die Häfen beordert. In Fujian wurden zudem zahlreiche Fährverbindungen eingestellt.

Die Behörden warnten auch vor Erdrutschen und Sturmfluten. Die weiter nördlich gelegene Metropole Shanghai bereitete sich ebenfalls auf Ausläufer des Sturms vor.

In den vergangenen Tagen hatte es in anderen Teilen Chinas bereits schwere Unwetter gegeben.

Tote auf den Philippinen

Auf den Philippinen hatten Ausläufer von „Bavi“, der in dem Inselstaat „Inday“ heisst, die ohnehin schweren Monsunregenfälle noch verstärkt. Mindestens elf Menschen kamen dem Zivilschutz zufolge im Süden des Landes ums Leben. Die meisten starben bei einem Erdrutsch, darunter mehrere Kinder. Mindestens ein Mensch ertrank in den Fluten.